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Ätherische Öle

Ätherisches Öl kann die Lebensqualität deutlich steigern

Der Versuch, mit duftenden Pflanzen das eigene Wohlbefinden zu verbessern, ist so alt wie die Menschheit selbst. Auch die Verwendung aromatischer Pflanzenstoffe zu Heilzwecken reicht mehr als 5.000 Jahre zurück. Dieses Wissen wurde von Arabern und Heilern der griechischen Antike bis ins 21. Jahrhundert überliefert. Heutzutage erleben ätherische Öle eine Renaissance. Sie werden in Duftlampen, Kosmetikartikeln, Arzneimitteln oder für therapeutische Zwecke verwendet.

Der Geruchssinn ist einer der sechs Sinne des Menschen und gleichbedeutend mit Hören und Sehen. Obwohl die Wirkungen von Gerüchen bisher nur in Ansätzen wissenschaftlich erforscht sind, ist eine Beeinflussung des Menschen durch Düfte unbestritten. Denken Sie nur daran, was Sie mit bestimmten Düften positives assoziieren: dem Geruch von Kaffeeduft, der aus der Küche bis an Ihr Bett dringt, einer frischen Frühlingsprise, die durchs Fenster weht oder dem harzigem Duft von brennenden Nadelhölzern. Duft kann spürbar das Wohlbefinden erhöhen.

Ätherische Öle sind die Seele der Pflanzen

Ätherische Öle findet man in jeder Lebenssituation. Jeder kennt die Wirkung, wenn man sich eine frische Zwiebel aufschneidet. Das, was die Augen tränen lässt, sind die ätherischen Öle der Zwiebel. - In der traditionellen Volksmedizin wurden diese bei Erkältungen eingesetzt.

Schon seit alters her setzt man ätherische Öle ein, um bestimmte Wirkungen zu erzielen: zu entspannen, aufzuheitern, zu erfrischen, zu beruhigen, zu erregen, zu verwöhnen... - Für fast jeden Bedarf gibt es die passende Pflanze und damit das passende ätherische Öl. Ätherische Öle sind die Persönlichkeit, die Energie und die Seele der Pflanze. Und wer sich mit Pflanzen etwas auskennt, kann dieses Wissen auch entsprechend nutzen.

Ätherisches Öl - naturrein, natürlich oder naturidentisch?

Die wichtigsten Grundlagen für die Wirksamkeit ätherischer Öle sind Qualität und Reinheit. Die Gewinnung hochwertiger naturreiner Öle ist sehr aufwändig. Selbst kleinste Mengen der wertvollen Substanzen können deshalb einen stolzen Preis kosten. Das Beimischen zusätzlicher Komponenten kann so zur lukrativen Einnahmequelle werden. Der Begriff „ätherisch“ ist vom griechischen „aither“ abgeleitet und bezeichnet eine flüchtige und nicht fassbare Substanz. Die Auslobung „Ätherisches Öl“ ist also absolut wertfrei und sagt nichts über die Qualität aus. Sie informiert lediglich darüber, dass der Geruch sich verflüchtigen wird. Es kann sich dabei genauso um ein hochwertiges naturreines oder auch ein rein synthetisches Produkt handeln. Zudem sind naturreine Öle geruchlich von synthetischen Ölen kaum zu unterscheiden.

  • Naturreine Öle werden direkt aus der Stammpflanze bzw. einem Pflanzenteil gewonnen. Alle Inhaltsstoffe und deren natürliches Mengenverhältnis der Pflanze bleiben so erhalten. Naturreine Öle werden zu 100% aus der namensgebenden Pflanze gewonnen.
  • 100% natürliche Öle sind Mischungen aus verschiedenen naturreinen Ölen. Ein sehr hochwertiges naturreines Öl kann mit einem oder mehreren anderem naturreinen Ölen vermischt werden. Diese Mischungen enthalten keinerlei synthetische Zusätze. Sie werden als natürliche Öle bezeichnet.
  • Naturidentische Öle sind synthetische Öle, deren chemische Zusammensetzung mit denen der jeweiligen Pflanzen identisch sind. Naturidentische Öle riechen wie ihre natürlichen Pendants. Allerdings haben sie in der Regel deutlich weniger Inhaltsstoffe als das imitierte natürliche ätherische Öl.
  • Synthetische Öle haben seitens der Inhaltsstoffe kein direktes Vorbild in der organischen Welt, sondern werden gezielt chemisch zusammengemischt. Sie werden meist als „Duftöl“ oder „Parfumöl“ bezeichnet und haben in der Regel einen vergleichsweise geringen Preis. Duftrichtungen wie Flieder oder Grüner Apfel sind immer synthetisch.

Abkürzungen auf ätherischen Ölen

Häufig trifft man auf Abkürzungen wie g&a, N/NI, nach DAB oder nach EuAB. Prinzipiell wird durch diese Kürzel nichts vertuscht. Die Etiketten der Fläschen sind einfach zu klein, um umfangreich zu informieren. Trotzdem sollte man wissen, was man da kauft. Die Angabe g&a bedeutet genuin und authentisch. Authentisch bedeutet, dass das ätherische Öl ausschließlich aus der angegebenen Stammpflanze gewonnen wurde. Genuin sagt aus, dass das ätherische Öl naturbelassen ist und nach der Gewinnung nicht mehr verändert wurde. N/NI wiederum bezeichnet die Mischung eines naturreinen Öles mit synthetischen Zusätzen - also natürlich/naturidentisch (N/NI). Die Bezeichnung nach DAB (Deutsches Arzneimittelbuch) oder nach EuAB (Europäisches Apothekerbuch) wiederum ist bezüglich der pflanzlichen Reinheit nicht sehr aussagekräftig, da hier problemlos synthetische Öle untergemischt sein können.

Was man beim Kauf von ätherischen Ölen wissen sollte

Bei der Auswahl ätherischer Öle kann man auf phantasievolle Bezeichnungen treffen, die es erschweren, sehr gute von weniger guter Qualität zu unterscheiden. Man sollte dem Etikett darum etwas Zeit gönnen. Eine hohe Anzahl an Informationen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität des Öles auch wirklich gut ist. Die Aussage „Echtes ätherisches Öl“ sagt nichts über Reinheit, Inhaltstoffe und Qualität. Meist verbirgt sich dahinter ein synthetisches Öl. Anders verhält es sich bei „100 Prozent reines ätherisches Öl“. Hier können Sie sicher sein, die höchste Qualität zu erhalten. Folgende Informationen sind für die Beurteilung des ätherischen Öls wichtig:

Die Anbauart der Pflanzen

Die Art des Anbaus hat maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der Pflanze und damit auf die Wertigkeit des ätherischen Öls. Drei Möglichkeiten kommen in Frage: konventionell (konv.), kontrolliert biologischer Anbau (kbA) oder Wildsammlung (WS). Bei konventionellem Anbau wird versucht, den Ernteertrag durch gezielten Einsatz von Düngemittel und Pestiziden zu forcieren. Rückstände ist den Pflanzen sind dabei unvermeidbar. Der Einsatz chemischer Hilfsmittel ist bei kontrolliert biologischem Anbau schlichtweg verboten. Noch strenger als die EU-Bio-Verordnung sind die Statute von Bio-Anbauverbänden wie demeter, bioland oder Naturland. Bei Verbandsware wird darum gesondert mit derem Logo geworben.

Eine sehr gute Wahl sind ätherische Öle, die von Pflanzen aus Wildsammlung gewonnen wurden. Das betrifft vor allem Pflanzen, die nicht gezielt angebaut werden können, weil sie sehr langsam oder nur in bestimmter Umgebung wachsen oder schwer zu kultivieren sind. Diese Pflanzen werden in ihrer natürlichen wilden Umgebung gesammelt. Pflanzen aus Wildsammlung sind nicht durch den bewussten Einsatz von Düngemitteln, Insektiziden etc. belastet. Vor allem aber wachsen sie in einer natürlichen Umgebung mit anderen Pflanzen auf. In diesem Umfeld können die Pflanzen ein optimales und wirkstoffreiches ätherisches Öl aufbauen.

Herkunft der Pflanze

Die regionale Herkunft ist ein weiterer wichtiger Hinweis auf die Qualität der Wirk- und Inhaltsstoffe der zu verarbeitenden Pflanzen. Der Preis für die ätherischen Öle derselben Pflanzenart kann allein auf Grund der unterschiedlichen Anbaugebiete variieren. Ausschlaggebend hierfür sind weniger die Lohnkosten bei der Ernte und der Verarbeitung, sondern die Qualität des ätherischen Öls. Im Idealfall wird die Pflanze in einer Gegend kultiviert, in der sie ursprünglich auch wild gewachsen ist. Diese Anbaugebiete bieten die besten Voraussetzungen für die Entwicklung der Pflanze. Das Ergebnis optimaler Bodenverhältnisse, idealer klimatischer Bedingungen und artenreicher Pflanzen- und Tierwelt im Umfeld sind hochwertigste ätherische Öle.

Die Gewinnung des ätherischen Öls

Auch bei den Informationen über die Gewinnung des ätherischen Öls wird man mit Abkürzungen konfrontiert: WD (Wasserdampfdestillation), KP (Kaltpressung) oder EX (Extraktion). Bei der Wasserdampfdestillation werden die Pflanzen in einen Kessel geschichtet, in den heißer Wasserdampf eingeblasen wird. Dieser Dampf löst das ätherische Öl aus den Pflanzen und nimmt das ätherische Öl mit sich. Durch Kondensation in einem kühlen Rohr und nach der abschließenden Abkühlung wird das Öl vom Wasser getrennt. Zitrusöle werden durch Kaltpressung gewonnen. Dabei werden die Schalen der Zitrusfrüchte gepresst. Es ist möglich, dadurch minimale Teile der Pflanzenwachse in das ätherische Öl gelangen. Diese setzen sich als kleine Flocken auf dem Boden ab. Dies ist kein Makel, sondern ein Hinweis auf Kaltpressung - also die gute Qualität der Gewinnung. Blütenöle werden meist durch Extraktion gewonnen. Die Pflanzen werden in ein Lösemittel gelegt, das alle löslichen Aromastoffe herauslöst. Danach wird das Lösungsmittel wegdestilliert. Die entstandene wachsartige Masse, wird dann nochmals extrahiert oder destilliert. Es gibt Extraktionsmittel, die rückstandsfrei entfernt werden können, bei anderen ist das nicht möglich. Darum sollte auf dem Etikett auf jeden Fall das Extraktionsmittel enthalten sein.

Verarbeiteter Teil der Pflanze

Die einzelnen Pflanzenteile können völlig unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen und damit völlig unterschiedlich wirken. So gibt es z.B. große Unterschiede zwischen Zimtrinde und Zimtblättern. Aus diesem Grund sollte man vor dem Kauf wissen, ob es sich um Wurzel, Blüte, Frucht, Stamm oder Blatt handelt.

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