Zwergenwiese Lupi Love
Wahrscheinlich wird niemand ernsthaft in der Antike oder im Mittelalter leben wollen. Wer will schon freiwillig auf fließend Wasser, eine trockene Wohnung und ein funktionierendes Rechtssystem verzichten? Oder auf das Auto, den Kühlschrank und ein schönes weiches Bett? In den letzten Jahrhunderten hat sich nahezu jeder Lebensbereich grundlegend verändert. Auch die Landwirtschaft von heute ist mit dem Ackerbau von damals kaum vergleichbar. Pestizide verhindern das Wachstum unerwünschter Pflanzen, Halmverkürzer erhöhen die Stabilität gegen Wind und Niederschläge und Insektizide machen Kleinstlebewesen den Gar aus. Von Gentechnik ganz zu schweigen. Ob diese Entwicklung Fluch oder Segen ist, wird nach wie vor heiß diskutiert. Fest steht, dass sich viele Menschen zumindest in diesem einen Punkt die alten Zeiten zurück wünschen. Und mit den ursprünglichen Anbaumethoden von damals auch die natürlichen Lebensmittel dieser Zeit. Moderne Ernährungswissenschaftler forschen daher intensiv nach unveränderten Pflanzen und Getreidesorten längst vergangener Epochen.
Und das ist gar nicht so einfach. Denn die Historiker vergangener Jahrhunderte überlieferten recht einseitige Informationen. So ist zwar die Erbfolge des Adels über unendlich viele Generationen penibel dokumentiert und selbst die Reden regionaler Persönlichkeiten sind schriftlich überliefert. Dank Inventarlisten und Testamenten hat man zudem einen guten Einblick in den Hausstand und das Alltagsleben der Menschen früherer Jahrhunderte. Nur über die Essgewohnheiten vieler Kulturen ist nach wie vor sehr wenig bekannt. Dafür gibt es zwei einfache Gründe. Zum einen war das Schreiben lange Zeit ein Privileg der religiösen Oberschicht. Zum anderen wurde es als unsinnig angesehen, Papyrus oder Pergament damit zu verschwenden, die Speisen des gemeinen Volkes aufzuschreiben. In manchen Teilen der Welt gab es diese Form der Wissensspeicherung schlichtweg überhaupt nicht. Erfahrungen wurden von Heilkundigen, Schamanen, Medizinmännern oder Barden über Generation hinweg mündlich überliefert. Vor etwa 500 Jahren wurde diese Kette unterbrochen. Die europäischen Seefahrernationen England, Spanien, Portugal und Holland begannen die Neue Welt zu kolonialisieren und zwangsmissionierten die Eingeborenen. Dabei wurde das wenige Schriftliche und auch die Menschen, die im Besitz alter Weisheiten waren, oft den Flammen übergeben. Viele Traditionen und Speisen, die den Europäern fremd waren, wurden verboten und gerieten so in Vergessenheit.
Aus dem Mageninhalt von Mumien, aus Amphoren antiker Schiffswracks und sogar aus versteinertem Kot versuchen Ernährungswissenschaftler heute Schlüsse auf die Ernährungsgewohnheiten unserer menschlichen Vorfahren zu ziehen. Die Ergebnisse sind nicht unbedingt überraschend: Obst und Gemüse wurden bereits vor Tausenden von Jahren gegessen. Spannender sind die wenigen Überlieferungen von römischen und griechischen Heilkundigen, die genau das schon vor Ewigkeiten empfahlen. Verschiedene Philosophen der Antike wie Pythagoras, Plutarch und Horaz glaubten zudem an Reinkarnation. In der festen Überzeugung, dass aus guten Taten Gutes entstünde und aus bösen Taten Böses, versuchten sie ihre Seele durch eine asketische Lebensweise und das konsequente Ablehnen tierischer Produkte zu reinigen. Leonardo da Vinci sah das pragmatischer. Er fand das Töten von Tieren schlichtweg grausam.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts verzichten immer mehr Menschen bewusst auf tierische Produkte. Grundnährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bietet die Natur auch auf rein pflanzlicher Basis. Sehr wenig Beachtung fanden dabei bisher die Lupinen. Die eiweißreiche Hülsenfrucht hatte es lange Zeit schwer, als heimische Alternative zu Soja anerkannt zu werden. Von den über 200 Arten der Lupinenfamilie sind nur sehr wenige als Lebensmittel nutzbar, zum Beispiel die Süßlupine. Anders als ihr Name vermuten lässt, schmeckt sie aber gar nicht süß. Sie hat lediglich nicht die Bitterstoffe ihrer Artgenossen.
Der hohe Eiweißgehalt und der angenehme Geschmack der Süßlupine stehen im Mittelpunkt der Serie Zwergenwiese „Lupi Love“. Die drei in Europa angebauten Lupinenarten (Weiße, Gelbe und Blaue Lupine) sind besonders gut an Regionen angepasst, die einen hohen Anteil an Sandböden und niedrige pH-Werte aufweisen. Sie vertragen keinen freien Kalk im Boden, jedoch sind die tiefreichenden Pfahlwurzeln unempfindlich gegen Sommerhitze. Die Lupinenfelder der Zwergenwiese Bio-Bauern liegen deshalb direkt an der mecklenburgischen Küste. Der stete Wind, die klare Luft und der halbfeste Boden sind optimal für den Anbau von Süßlupinen.
Unter „Lupi Love“ bietet Zwergenwiese vegane Brotaufstriche mit Süßlupinen. Die schmackhaften Aufstriche sind für eine fleischarme oder fleischlose Ernährung bestens geeignet. Mit Lupi Love Thai oder Lupi Love Curry genießen Sie exotisch-orientalische Gaumenfreuden. Wer es etwas herzhafter mag, wird sich über Lupi Love Zwiebel Knobi freuen. Genau das Richtige für eine Brotzeit mit Brezeln und frischen Radieschen. Lupi Love Rote Beete und Lupi Love Paprika Pfeffer wiederum schmecken auf dunklem Bauernbrot besonders gut. Knuspriges Weißbrot dagegen passt hervorragend zu Lupi Love Tomate. Und was spricht dagegen, mit den Brotaufstrichen neue Bruschetta-Varianten zu kreieren? Genießen auch Sie den natürlichen Geschmack norddeutscher Süßlupinen.