Vivani Schokolade
Wer kennt nicht den plötzlichen Heißhunger auf Süßes? Besonders in Stresssituationen wird das Gefühl fast übermächtig. Die Ursache dafür steckt in unseren Genen. Rein evolutionsbiologisch lernt man schon als Baby, dass süße Muttermilch angenehm sättigt und von liebevoller Zuwendung begleitet wird. Diese Erfahrung mit Süßem manifestiert sich im Laufe des Lebens. Schon die Urmenschen steigerten mit süßem Obst und Honig die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Heute weiß man den Grund dafür: Einfache Kohlenhydrate wie Zucker werden vom Körper schnell in Energie umgewandelt. Verschiedene Prozesse im Körper bewirken, dass ein hoher Kohlenhydratanteil zu einer gesteigerten Serotoninbildung im Gehirn führt. Diese Serotonine können harmonisierend und stimmungsaufhellend wirken. Der Spruch „Schokolade macht glücklich“ ist also nicht aus der Luft gegriffen. Kein Wunder, dass Selbstdisziplin eine enorme Herausforderung ist. Als Kakaobohnen noch sündhaft teuer waren, war das einfacher.
Bei den Mayas und Azteken gab es kein Geld; normalerweise wurde mit Kakaobohnen bezahlt. Im Reich der Maya war Kakao sogar wertvoller als Gold. Den Überlieferungen nach waren die Mayas das erste Volk, das Kakaobohnen als Zahlungsmittel verwendete. Eine nachwachsende Währung ist jedoch permanent von Inflation bedroht. Um das zu verhindern, wurde der Kakaoanbau streng reguliert. Die Mayas waren auch die ersten, die Kakaobohnen mit Wasser, Vanille, Chili und anderen Gewürzen zu einem belebenden Getränk verrührten. Da man dadurch aber quasi sein eigenes Geld trank, blieb dieser Genuss den Adeligen und Priestern vorbehalten.
Die Händler der Maya brachten die Kakaobohnen auch zu den Azteken, bei denen die Samen der Kakaofrucht ebenfalls nach kurzer Zeit zum dominierenden Zahlungsmittel wurden. Während wir heute über die Wechselkurse der Maya fast nichts wissen, sind einige aztekische Preislisten erhalten geblieben. Diese geben Aufschluss darüber, welchen Wert Kakaobohnen Anfang des 16. Jahrhunderts hatten. Für eine einzelne Bohne bekam man eine große Tomate, für drei Kakaobohnen einen Fisch. Für einen Truthahn dagegen musste man mit 200 Kakaobohnen schon tief in die Tasche greifen. Die Azteken kannten keine Waage. Große Summen konnten also nicht einfach abgewogen, sondern mussten immer gezählt werden. Dabei rechneten die Azteken nicht mit einem 10er, sondern mit einem 20er System. Eine besonders wichtige Zähl-Einheit dabei war „Xiquipilli“. Xiquipilli kam ursprünglich aus dem Militärischen und entsprach einer Streitmacht von 8.000 Kämpfern. Anbau, Transport und Handel mit Kakaobohnen wurde in Xiquipilli berechnet und dokumentiert. Die Träger, die den Kakao von den Plantagen in die Vorratslager brachten, trugen in der Regel 3 Xiquipilli (also 24.000 Kakaobohnen). Nach Angaben eines spanischen Chronisten sollen sich in der Hauptstadt der Azteken Lagerhäuser mit insgesamt 120.000 Xiquipilli befunden haben. Bei einem Gewicht von einem Gramm pro Bohne entspräche das 960 Tonnen – ein sagenhaftes Vermögen.
Heute landen Kakaobohnen nicht mehr im Sparschwein, sondern in der Schokolade. Und da gehören sie auch hin. Das beweisen eindrucksvoll die Bio-Schokoladen von Vivani. Ausgesuchte Zutaten, detaillierter Sachverstand und Leidenschaft für die wunderbare Welt des Kakaos sorgen für einen einzigartigen Genuss. Liebhaber dunkler Kreationen werden von den feinen Bitter-Schokoladen mit einem Kakao-Anteil zwischen 70 und 99 Prozent begeistert sein. Durch ihren sehr hohen Kakao-Gehalt sind die Tafeln besonders kräftig und vollmundig im Geschmack. Dunkle Genießer-Schokoladen sind auch in den Sorten Cassis und Marzipan Amaretto erhältlich. Fans weißer Schokolade sollten die Vivani Weisse Vanille mit gemahlenen Bourbon-Vanilleschoten probieren. Der italienische Dichter Francesco Petrarca gehörte im 14. Jahrhundert zu den wichtigsten Vertretern der frühen italienischen Literatur. Obwohl er die Kakaobohnen im weit entfernten Aztekenreich noch nicht kennen konnte, hat eine einfache Weisheit von ihm die Jahrhunderte überdauert: „Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen“. – Wie wahr!