Vita Verde Bärlauch Pesto
Haben Sie schon einmal von Waldherre, Teufelsknoblauch, Ramschel, Hexenzwiebel oder Heldenkraut gehört? Die Zusammenstellung könnte aus der Kräutersammlung eines Druiden stammen. Tatsächlich gehören die märchenhaft-klingenden Namen aber alle zu derselben Pflanze. Die meisten von uns kennen sie als Bärlauch. Als Heil- und Gewürzpflanze erfreute sie sich schon in der Antike größter Beliebtheit. Anders als die botanischen Verwandten Knoblauch und Zwiebel musste Bärlauch nicht erst von den Römern über die Alpen gebracht werden. Er war bereits in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Sein lateinischer Name Allium ursinum bedeutet so viel wie „für Bären geeigneter Knoblauch“. Vermutlich leitet sich der Namen von den Bären ab, die nach ihrem Winterschlaf als erstes diese Pflanze fraßen. Eine andere Theorie geht davon aus, dass Kelten und Germanen glaubten, dass im Bärlauch die Energie des Bären steckte. In ihren Kulturen galt dieser nämlich als Urwesen und wurden als wichtiges Krafttier verehrt. Von den Kelten wird berichtet, dass ihre Krieger Bärlauch-Blätter aßen, bevor sie in die Schlacht zogen. Der Pflanze wurden nicht nur heilende sondern auch magische Kräfte nachgesagt. Im Mittelalter versuchten die Menschen mit Bärlauch-Blättern über Türen und Fenstern Hexen, Schlangen oder böse Geister abzuwehren.
In Teilen Thüringens wurde noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts das Ramschelfest gefeiert. Am Sonntag vor der Walpurgisnacht zog die Bevölkerung dafür in die Wälder um Ramschel (Bärlauch) zu sammeln. Anschließend schmückten die Menschen sich mit den Blättern, zogen zurück in die Dörfer und tanzten und tranken. Bärlauch musste auf jeden Fall vor Walpurgis gesammelt werden. Denn laut Volksglauben wurde die Heilkraft vieler Pflanzen in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai von den Hexen zerstört. Für das ideale Datum der Bärlauchernte gibt es aber auch einen ganz und gar unmystischen Grund. Ende April erreicht der Bärlauch nämlich seine Blütezeit und damit das Maximum an wirksamen Bestandteilen.
Für die Römer war Bärlauch das heilsame Kraut („Herba salutaris“) schlechthin. Bereits die Heilkundigen der alten Griechen hatten dessen Wirksamkeit überliefert. Bei ihnen wurde der Bärlauch aufgrund seiner positiven Eigenschaften angeblich sogar als Heldenkraut bezeichnet. Die römischen Ärzte empfahlen Bärlauch darum ebenfalls bei einer Vielzahl von Krankheiten. Zur Blütezeit Roms war Bärlauch in jeder Provinz des Imperiums zu bekommen. Nach dem Untergang Roms sorgte Karl der Große dafür, dass der Bärlauch nicht in Vergessenheit geriet. In seiner Landgüterverordnung von 812 n.Chr. gab er die Anweisung in allen kaiserlichen Gärten auch Bärlauch anzupflanzen. Im Hochmittelalter wurden Heil- und Gewürzpflanzen vor allem in den Klostergärten kultiviert. Dort war der Bärlauch aber nicht besonders beliebt. Er galt nämlich als fruchtbarkeitsfördernd und stand darüber hinaus im Verdacht die Sinnlichkeit zu steigern. Und die Mönche wollten mir ihren Kräutern niemanden zur Unzucht verleiten. Außerdem galten Kräuter aus dem Mittelmeerraum den hiesigen als prinzipiell überlegen. Letztere wurden daher oft zu Gunsten von Estragon, Thymian, Oregano und Co. vernachlässigt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde Bärlauch in der Küche fast vollständig durch Knoblauch abgelöst. Seit einigen Jahren feiert er jedoch ein kulinarisches Comeback.
Bei den Spezialitäten von Vita Verde Heldenkraut dreht sich alles um die aromatische Knolle. Drei herrliche Pesto-Sorten in Rohkostqualität verfeinern Pasta-, Reis- oder Gemüsegerichte mit unvergleichlichen Geschmacksnuancen. Im Bärlauch Tomaten Pesto vereint sich der intensive Geschmack von Wildem Berg-Bärlauch mit dem mildfruchtigen Aroma getrockneter Tomaten. Hochwertiges Olivenöl und Alexandersalz runden die Kreation gekonnt ab und machen das Pesto zu einem vielseitigen Begleiter in der Küche. Sie mögen es feurig? Dann probieren Sie die Sorte Bärlauch Chili mit pikant-scharfem Chili. Wer fruchtigere Noten bevorzugt, sollte das Bärlauch Cranberry Pesto kennen lernen: Kräftiger Berg-Bärlauch aus zertifizierter Wildsammlung trifft auf herbsüße Cranberries und verbindet sich mit Olivenöl zu einer würzigen Sauce. Da die Pesto-Kreationen unter 42°C verarbeitet werden, können Sie mit Vita Verde Heldenkraut ursprünglichsten Geschmack von feinem Bärlauch genießen. Guten Appetit.