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Sommer Zwieback

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Das Wetter in Europa wird durch drei Klimazonen geprägt: der kühlen subpolaren Zone im Norden, den gemäßigten Mittelbreiten und den heißen südlichen Subtropen. Die klimatischen Unterschiede verändern nicht nur die Mentalität der Einwohner, sondern sogar die Farbe der gebackenen Brote. Je niedriger die Temperaturen, desto dunkler werden die Brote. Umgekehrt findet man helles Brot eher in wärmeren Gefilden. In Nord- und Mitteleuropa mit seinen kalten Wintern dominieren Roggenmischbrote. Südlich der Alpen kommt dagegen fast ausschließlich Weißbrot auf den Tisch. Weißbrot ist viel luftiger als seine dunklen Verwandten und passt damit besser zur leichten mediterranen Küche. Besonders populär sind die italienischen Varianten wie Ciabatta, Grissini oder Pizzabrot. Italien ist aber auch die Heimat eines Weißbrotes, das man eher nicht mit der mediterranen Küche in Verbindung bringt: dem Zwieback.

Unter dem Namen panis frixus war Zwieback schon im alten Rom bekannt. Dort diente er hauptsächlich als Marschverpflegung der römischen Legionen. Durch doppeltes Backen ist dieses besondere Brot lange haltbar und vor allem sehr leicht. Für die Legionäre, die auf ihren langen Märschen den größten Teil ihrer Ausrüstung und Vorräte selber tragen mussten, war das ein gewaltiger Vorteil. Wenn sie ihr Lager aufschlugen, wurden die harten Brotscheiben vor dem Essen oft noch in Wasser eingelegt. Dadurch ließ sich der Zwieback schneller essen.

Im gesamten Mittelmeerraum hinterließen die Römer ein gut ausgebautes Straßennetz. In der Blütezeit ihres Imperiums konnte man dadurch gefahrlos von Ägypten bis nach Britannien reisen. Selbst im Mittelalter waren diese Straßen noch befahrbar. In dieser turbulenten Epoche war das Reisen allerdings alles andere als ungefährlich. Mit der Reisebereitschaft verschwand auch der Zwieback. Sein Comeback erlebte er erst, als die Neue Welt entdeckt wurde. Für die langen Schiffsreisen brauchte man ausreichend Proviant. Zwieback war dafür wie geschaffen. Schon bald war er in jedem europäischen Hafen zu finden und kurze Zeit später sogar in Amerika und Australien. Für die Besatzungen der großen Segelschiffe war der Zwieback überlebenswichtig. An Land wurde das intensiv gebackene Brot währenddessen zu einem beliebten Snack der Oberklasse. Die kaiserlichen Höfe in Wien, St. Petersburg oder Konstantinopel ließen sich das begehrte „Zweygeback“ extra aus Deutschland anliefern. Auf kleinen Porzellantellerchen wurde es dem Hofstaat dann zum Tee gereicht. Auch Goethe war ein Zwieback-Fan. Während seiner Schreibpausen tunkte sich der Dichterfürst gern Zwieback in heiße Schokolade.

Zwieback kennt heute jedes Kind. Für viele Babys ist Zwieback das erste Stück Brot, auf dem sie herum kauen dürfen. Wenn die Kinder größer werden und Lust auf Knabbereien haben, ist Zwieback eine echte Alternative zu Keksen. Auch bei Magenverstimmungen oder Appetitlosigkeit ist Zwieback die erste Wahl. Grundsätzlich ist Zwieback aber ein zeitloser Snack und bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Mit einem süßen Aufstrich oder pur zu einem Tässchen Tee – Zwieback geht immer! Das beweisen auch die knusprig-leckeren Bio-Zwiebäcke der Zwiebackfabrik Sommer aus Neu-Anspach im südhessischen Hochtaunuskreis. Die Dinkel Minis Rosmarin mit nativem Olivenöl passen hervorragend zu lauen Sommerabenden und einem Glas Wein auf der Terrasse. Der mediterrane Mini-Zwieback macht aber auch zu Oliven, Schafskäse oder Schinken eine gute Figur. Die Sommer Zwiebäcke in den Varianten Dinkel, Dinkel Butter, Schwarzer Emmer und Weizen Vollkorn sind knusprige Klassiker. Sie schmecken nicht nur mit Butter, Marmelade oder Schokocreme, sondern sind auch pur höchster Zwiebackgenuss.

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