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Rapunzel Vanille

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Die Geschichte der Vanille beginnt mit einer verbotenen Liebe im Dschungel Mexikos. Dort siedelte vor vielen Jahrhunderten das Volk der Totonaken. Der Legende nach hatte ihr König Tenitzli III. eine Tochter namens Tzacopontziza. Sie war so unglaublich schön, dass ihre Eltern keinen sterblichen Mann für würdig hielten, sie zu heiraten. Deswegen sollte die Prinzessin ihr Leben den Göttern weihen und ihnen im Tempel dienen. Jeden Tag ging die Prinzessin in den Urwald um Blumen zu sammeln, die später im Tempel geopfert wurden. Eines Tages wurde sie beim Blumenpflücken von dem jungen Prinzen Zkatan-Oxga beobachtet, der sich unsterblich in sie verliebte. Der Prinz wusste, dass es ihn den Kopf kosten konnte, Tzacopntziza auch nur anzusehen. Aber die Liebe machte ihn blind für die Gefahr. In den darauffolgenden Tagen versteckte er sich im Gebüsch und wartete auf eine günstige Gelegenheit. Nachdem er eine Woche gewartet hatte, fasste er sich ein Herz und sprang aus dem Unterholz. Auch für die Prinzessin war es Liebe auf den ersten Blick. Den beiden war klar, dass ihre Liebe weder von den Priestern noch von Tzacopntzizas Eltern geduldet werden würde. Darum beschlossen sie durch den Dschungel fliehen. Um niemandem zu begegnen, gingen sie abseits der Wege. Als die beiden jedoch die ersten Ausläufer der Berge erreichten, stellte sich ihnen eine feuerspeiende Bestie entgegen. An diesem Ungeheuer prallten die Pfeile des Prinzen einfach ab und so waren die beiden gezwungen wieder umzukehren. Wieder im Wald wurden sie von den Priestern gefangen genommen. Diese fällten umgehend ihr Urteil und töteten beide. Einige Tage später begann an dieser Stelle ein Strauch zu wachsen, der von einer Pflanze mit wunderschönen gelben Orchideen umschlungen wurde. Der betörende Duft der Kapselfrüchte übertraf alles, was die Totonaken bis dahin kannten. Da wurde den Priestern klar, dass es sich bei der Frucht um den Prinzen und bei der Orchidee um die Prinzessin handelte. Bis heute nennen die Nachfahren der Totonaken die Vanille darum „xanath“ (gejagte Blume).

Als die Azteken das Land Totonaken eroberten, lernten auch sie die Vanille kennen. Die Azteken verwenden die „schwarze Blume“ zum Würzen ihres Kakaogetränks, der „xocoatl“. Ihr Herrscher Montezuma soll an manchen Tagen bis zu fünfzig Becher dieses belebenden Getränks zu sich genommen haben. Montezuma setzte es auch dem Spanier Hernán Cortés und seinen Konquistadoren vor. Diese brachten sowohl den Kakao als auch die Vanille nach Europa. Dort wurde das Trinken von heißer Schokolade sofort zum Trend. Vanille genoss anfangs nicht dieselbe Wertschätzung. Erst im 17. Jahrhundert wurde vom Hofapotheker der Königin Elisabeth I. entdeckt, dass Vanille sich hervorragend zum Aromatisieren von Desserts einsetzen ließ. Noch einmal 200 Jahre später wurden neben Speisen dann auch alkoholische Getränke, Parfum und Tabak mit Vanille aromatisiert. Trotz der stetig wachsenden Beliebtheit der duftenden Pflanze scheiterten alle Versuche den Vanillestrauch in Europa zu kultivieren. Selbst die bekanntesten Gärtner und Botaniker scheiterten an der Aufgabe, Vanille zu züchten. Erst nach umfangreichen Forschungen stellte sich heraus, dass einheimische Bienen aufgrund ihres Körperbaus nicht in der Lage waren, Vanille zu bestäuben. Nur ganz bestimmte südamerikanische Bienenvölker und einige wenige Kolibri-Arten sind dazu in der Lage. Aus diesem Grund war bis ins 19. Jahrhundert Mexiko der einzige Lieferant für Vanille. Auf der französischen Insel Réunion gelang es Edmund Albius, einem früheren Sklaven 1841 zum ersten Mal die Blüten von Hand zu bestäuben. Durch ein äußerst umständliches Verfahren war es nun möglich die kostbaren Schoten auch ohne Kolibris aufzuziehen. Von den 35.000 bekannten Orchideenarten ist Vanille aber die einzig essbare Orchideenfrucht.

Vanille ist nicht gleich Vanille und die unterschiedlichen Vanille-Sorten unterscheiden sich deutlich im Geschmack. Dabei spielt die Herkunft der Schoten eine entscheidende Rolle. Auf den Komoren, La Réunion und Madagaskar wird Bourbon-Vanille angebaut. Wegen ihres intensiven und doch harmonischen Aromas zählt sie zu den beliebtesten Vanillesorten in Europa. Mit Rapunzel Bourbon Vanille genießen Sie die „Königin der Gewürze“ in bester Bio-Qualität. Der wunderbare Reichtum des natürlichen Aromen-Spektrums macht sie wahrhaft einzigartig. Der Anbau, die Ernte und die Fermentierung erfolgen in aufwendiger Handarbeit und unterstützen das unvergleichliche Aroma. Gemahlene Bourbon Vanille von Rapunzel gibt es im Tütchen, im Glas und im wieder verschließbaren Streuglas. Etwas aufwändiger zu verarbeiten sind die ganzen Schoten. Dafür sind diese aber besonders intensiv im Geruch und Geschmack. Die Vanilleschoten werden grün geerntet und durchlaufen bis zu ihrem Transport einen 9-monatigen Fermentationsprozess. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Brühen Sie zum Beispiel ein Stückchen Schote im Filterbeutel Ihres Kaffees mit auf. Sie werden begeistert sein. Oder kochen Sie die leere Schote im Apfelmus mit. Das nimmt die Säure und man braucht kaum noch Zucker.

Rapunzel Bourbon Vanillezucker gibt es in Mischungen mit Rapadura Vollrohrzucker und hellem Cristallino Rohrzucker. So lassen sich Schlagsahne, Obstsalat, Desserts, Gebäck, süße Gerichte und Tee mit einem wunderbar harmonischen Vanillearoma verfeinern.

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