Rapunzel Emmer Pasta
Vom Leben auf dem Bauernhof haben viele Stadtmenschen eine sehr romantische Vorstellung. Das idyllische Landleben malen sie sich in den schönsten Farben aus: Sanft wogende Weizenfelder unter blauen Schäfchenwolken und gemächlich wiederkäuende Kühe auf blumigen Wiesen. Hinter dem Bauernhaus hört man Hühner gackern und hin und wieder ein Schaf blöken. Und auf der Bank vor dem Kräutergarten döst eine Katze und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Im Gegensatz zu ihr haben Bauernfamilien dazu meistens keine Zeit. Denn auf einem traditionellen Bauernhof gibt es immer viel zu tun. Noch vor Sonnenaufgang müssen die Kühe gemolken werden. Neben dem Füttern der Tiere, dem Anbauen von Getreide und Gemüse haben viele Bauern auch noch Wälder und Obstgärten. Einem Landwirt wird also nie langweilig. Trotz Traktor, Mähdrescher und Melkmaschine ist die Landwirtschaft immer noch sehr arbeitsintensiv. Vor allem auch wenn sie ökologisch betrieben wird.
Seitdem der Mensch sesshaft wurde, kommen Getreide, Fleisch und Milch vom Bauernhof. Traditionelle Bauernhöfe haben deshalb im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Spezialbetrieben immer noch etwas sehr Ursprüngliches. Noch bevor der Mensch die Schrift erfand, baute er bereits Getreide an. Es war aber völlig anderes Getreide als der heute so typische Weizen. Emmer zum Beispiel ist eine der ältesten bekannten Getreidesorten überhaupt. Im Nahen Osten wurde Emmer bereits vor fast 10.000 Jahren kultiviert. In der Antike kam er über Persien nach Ägypten und schließlich nach Rom. Dort wurde er zum unverzichtbaren Grundnahrungsmittel. Im römischen Reich wurde so viel Emmer angebaut, dass dieser auch als „Weizen von Rom“ bekannt wurde. Einige Jahrhunderte später gab es fast nur noch die ertragreicheren Hart- und Weichweizensorten.
Emmer gehört wie Dinkel und Einkorn zum sogenannten Spelzgetreide. Die Spelze ist eine Hülle, die das Korn fest umschließt. Für die Müller bedeutete das zusätzliche Arbeit. Denn bevor das Korn in der Mühle weiterverarbeitet werden kann, muss es von der Spelze getrennt werden. Weichweizen muss dagegen nicht entspelzt werden und kann nach dem Dreschen gleich vermahlen werden. Weil Weizen darüber hinaus auch noch ertragreicher ist, verdrängte er das Spelzgetreide in weiten Teilen Europas fast vollständig. Bei gleicher Anbaufläche konnte der Bauer auf dem Weizenfeld doppelt so viel Korn ernten wie bei Emmer. Wegen des geringeren Aufwandes war zudem das Mehlmahlen günstiger. Es lässt sich also nachvollziehen, warum die meisten Bauern im Lauf der Jahrhunderte auf Weizen umstiegen. Inzwischen gibt es allerdings einen Gegentrend. Vor allem in Italien feiert der Emmer im ökologischen Landbau ein Comeback. Und zwar genau wegen seiner Spelze! Diese bildet einen natürlichen Schutzmantel um das Korn und bewahrt es vor Pilzbefall und schädlichen Umwelteinflüssen. Außerdem stellt Emmer vergleichsweise geringe Ansprüche an den Boden. Er eignet sich also optimal für Bio-Landwirtschaft bei der wird auf Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird.
Emmer ist ein Verwandter des Hartweizens und ergibt ein entsprechend kräftiges Mehl. Durch seine hohe Kornhärte eignet er sich gut zur Herstellung von Teigwaren. Aus diesem Grund gibt es von Rapunzel sieben feine Pasta-Sorten aus der robusten, alten Getreidesorte. Rapunzel Emmer Nudeln werden nach alter Tradition aus bestem ursprünglichen Emmer und reinem Quellwasser hergestellt. Die fertige Pasta wird nicht im Schnellverfahren sondern schonend und bei niedrigen Temperaturen getrocknet. Sie hat eine etwas dunklere, gelblichere Färbung und schmeckt leicht nussig und aromatischer als die klassische Hartweizen-Pasta. Die Kocheigenschaften sind jedoch fast identisch und auch die Emmer-Pasta bekommt einen wunderbaren al dente Biss. Genießen Sie Rapunzel Emmer Spirelli, Penne und Spaghetti jeweils in der Semola oder der Vollkorn-Variante. Der Name Penne kommt übrigens vom lateinischen „penna“ und bedeutet Feder(-kiel). Tatsächlich haben diese Nudeln bereits Geschichte geschrieben. So wie die Feder mit Tinte gefüllt wird, läuft Penne mit Sugo oder Pesto voll – für höchsten Genuss bei jedem Biss. Auch bei kalten Vorspeisen wie dem Nudelsalat ist Penne immer eine gute Wahl.
In den Rillen der Rapunzel Emmer Spirelli bleibt nicht nur Käse sondern auch die Lieblingssoße hängen. Die spindelförmigen Nudeln sind daher genau das Richtige für Aufläufe oder Pastagerichte, die in der Pfanne zubereitet werden. Anders als bei Spirelli braucht das stilechte Verspeisen von Rapunzel Emmer Spaghetti ein wenig Übung. Der Pasta-Klassiker schlechthin will nämlich auch in der Emmer-Variante gekonnt um die Gabel gewickelt werden. Die lange Nudel der Pasta-Familie ist bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Egal ob mit Pesto, Tomatensauce, Fleischbällchen oder in Käse-Sahnesoße - mit Spaghetti liegt man nie daneben. Wer als ersten Gang gerne Suppen serviert, wird die Rapunzel Emmer Suppennudeln lieben. Mit ihrem fein nussigen Geschmack passen sie sowohl in klare Suppen als auch in herzhafte Eintöpfe.
Die Rapunzel Vollkornvariante ist etwas dunkler, etwas herzhafter aber mit genau so viel Biss! Jetzt müssen Sie sich nur noch für eine Sauce entscheiden - buon appetito!