Original Beans Schokoladen
Schokolade ist mehr als nur eine Süßigkeit, Schokolade ist sinnlicher Genuss. Wein und Schokolade haben viele Gemeinsamkeiten. Beide versüßen den Tag, wecken die Lebensgeister und gelten seit Jahrhunderten als Aphrodisiakum. Schokolade wurde bis ins 19. Jahrhundert in Apotheken sogar als „Kräftigungsmittel“ verkauft. Während Wein bereits in der Antike angebaut wurde, musste erst Amerika entdeckt werden, um Schokolade genießen zu können. Die Startphase verlief allerdings recht holprig. Als Christoph Columbus die ersten Kakaobohnen an den spanischen Hof brachte, interessierten sich nur Botaniker für die schrumpeligen Bohnen mit dem bitteren Geschmack. Erst Hernán Cortés kannte 20 Jahre später die Rezeptur, wie aus Vanille, Chili, Honig, Rohrzucker und Kakaopulver das göttliche Getränk der aztekischen Herrscher hergestellt wurde. Weil Kakao und Rohrzucker so teuer waren, gab es Trinkschokolade aber nur an Fürstenhöfen und bei reichen Kaufleuten. Bis ins 18. Jahrhundert hinein konnte man Gäste mit heißer Schokolade sogar mehr beeindrucken als mit einem vollen Weinkeller. Dank sinkender Importkosten wurde Kakao nach und nach für alle Gesellschaftsschichten erschwinglich. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schokolade in Tafelform gegossen wurde, verlor sie die Aura des Exklusiven. Heute gibt es einen Gegentrend: zurück zum edlen ursprünglichen Aroma des Kakaos.
Abhängig vom Süßegrad wird Wein in Trocken, Halbtrocken, Lieblich und Süß eingeteilt. Aus dem Rebsaft lassen sich jedoch noch viele weitere Nuancen herausschmecken. Um den Geschmack angemessen in Worte zu fassen, entwickelten Connaisseurs und Weinkenner eine umfangreiche Fachsprache. Für Schokolade hat sich bisher kein spezielles Vokabular entwickelt. Dabei wäre es wegen der vielen Geschmacksfacetten durchaus angemessen. Forscher der TU München haben herausgefunden, dass eine Kakaobohne fast 600 Komponenten enthält, die das Aroma der Schokolade beeinflussen. Für Genießer gibt es also viel zu entdecken.
So wie Rebsorte und Anbaugebiet den Charakter eines Weins bestimmen, entscheiden Sorte und Herkunft der Kakaobohnen über das Temperament einer Schokolade. Kakaobäume sind sehr anspruchsvolle Pflanzen. Sie gedeihen nur zwischen dem 20. Breitengrad nördlicher Breite und dem 20. Breitengrad südlicher Breite. Außerhalb dieser Zone, die auch „Kakaogürtel“ genannt wird, trägt er keine Früchte. Neben tropischen Temperaturen und ausreichend Regen benötigen Kakaobäume viel Schatten. Auf direkte Sonneneinstrahlung reagieren sie genauso empfindlich wie auf Kälte.
Kakao kann in Konsumkakao (Forastero) und Edelkakao (Criollo, Trinitario, Nacional) eingeteilt werden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um botanische Unterscheidungen. Die ersten Kakaobäume, die in Mittelamerika von Olmeken, Mayas und später den Azteken angebaut wurden, waren Criollos. Durch Kreuzungen und den Anbau in anderen Regionen entstanden über die Jahrhunderte zahlreiche neue Sorten. Diese auseinanderzuhalten ist jedoch überaus schwierig. Denn das Aussehen der Früchte kann bereits innerhalb einer Sorte stark variieren. Erschwerend kommt hinzu, dass auf Kakaoplantagen verschiedene Sorten und Kreuzungen nebeneinander wachsen. Heute ist Forastero die weltweit vorherrschende Sorte. Sie ist widerstandsfähig, ertragreich und wird vor allem in den westafrikanischen Ländern Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun angebaut. Die Kakaobäume, die noch heute in den Regenwäldern von Süd- und Mittelamerika wachsen, sind wesentlich empfindlicher und haben kleinere Früchte. Oft wachsen sie an sehr unzugänglichen Orten, die nur zu Fuß oder mit dem Kanu erreicht werden können. Dafür gelten ihre Aromen aber auch als besonders intensiv.
Dem Naturforscher Carl von Linné verdankt der Kakaobaum seinen botanischen Namen:„Theobroma cacao“. Der Gattungsname „Theobroma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Götterspeise“. Dass dieser Name passend gewählt wurde, schmeckt man auch bei den edlen Kreationen von Original Beans. Aus seltenen Kakaobohnen entstehen Schokoladen für besondere Genussmomente. Wie die meisten Baumfrüchte nimmt auch Kakao das Aroma seiner Umgebung auf. Seine Samen sind voller Nährstoffe und, wenn man ihn sorgfältig erntet, fermentiert und trocknet, offenbart er den Charakter seiner vielfältigen Ursprungsorte.
Original Beans Beni Wild Harvest ist feine Dunkelschokolade aus handgepflücktem Wildkakao von den bewaldeten Inseln der bolivianischen Amazonas-Region. Das Besondere dieser Schokolade mit mindestens 66% Kakao sind die delikaten Nuancen aus Blumenhonig, Aprikose und Jasmintee. Jede Original Beans Schokolade überzeugt mit einem eigenen Charakter: die Cru Virunga mit einem warmen Hauch von Weichselkirsche und Schwarztee, die Cru Udzungwa mit einem angenehmen Touch von Orange und Toffee, die Piura Porcelana mit hellen Noten von Limone, Himbeere und Pekannuss und die Beans Zoque mit tropischen Aromen von Lychee. Grand Cru Blend No. 1 ist eine dunkle Schokolade aus seltenen Kakaos der Regenwaldgebiete in Südamerika und Afrika. Die Schokolade besteht nur aus Kakaobohnen und Rohrohrzucker. Sonst nichts. Die Leidenschaft für gute Schokolade und das Verarbeiten besonders seltener Kakaosorten offenbart sich aber bei jeder Tafel Original Beans. Sie werden es schmecken.