Organica Crunchy Fruits
Erdbeeren zählen zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland. Auch außerhalb des Obstkorbs sind sie ganz vorne mit dabei. Bei Joghurt, Eis oder Konfitüre ist die Nachfrage bei der Geschmacksrichtung Erdbeere besonders groß. Dabei ist die Erdbeere überhaupt keine Beere. Aus botanischer Sicht gehört sie zu den Rosengewächsen, speziell zur Gattung der Sammelnussfrüchte. Die eigentliche Frucht der Erdbeere sind die kleinen gelben bzw. grünen Nüsschen auf dem roten Blütenboden.
Der Mensch hat schon immer gern Erdbeeren gegessen. Früher musste er dafür noch in den Wald gehen. Walderdbeeren sind wunderbar süß, aber leider auch ziemlich klein. Um ein Schälchen damit zu füllen, muss man lange sammeln. Bereits im Mittelalter begann man darum, Erdbeeren auf größeren Flächen anzubauen. Den Gärtnern gelang es zwar, den Reifeprozess zu beschleunigen, vergrößern konnten sie die Walderdbeeren aber nicht. Bis heute sind sie zwar wunderbar aromatisch, aber nur ca. 1 cm groß. Als die ersten europäischen Siedler in der Neuen Welt ankamen, spielte das jedoch keine Rolle mehr. Denn im heutigen Kanada entdeckten sie eine neue Erdbeersorte. Diese war scharlachrot, herrlich fruchtig und viel größer als ihre europäischen Verwandten. Unter dem Namen „amerikanische Scharlacherdbeere“ war sie bald in jedem botanischen Garten Europas zu finden. Auf ihrem Weg in den Wilden Westen fanden Siedler immer neue Unterarten der Scharlacherdbeere. 1820 waren bereits 70 verschiedene Sorten bekannt. Im frühen 18. Jahrhundert wurden dann auch Erdbeeren aus Südamerika nach Europa gebracht. Besonders die Chili-Erdbeere sorgte mit ihren großen Früchten für Aufsehen. 1750 entstand in Amsterdam eine völlig neue Erdbeere. Der Gärtner Antoine Nicolas Duchesne kreuzte die Scharlach-Erdbeere mit der Chile-Erdbeere zur „fragaria ananassa“. Diese gilt als die Stammform der Erdbeere, wie wir sie heute kennen und wird auch Garten- oder Kulturerdbeere genannt. Aus dieser Stammsorte wurden über tausend Unterarten entwickelt. Allerdings wird nur ein kleiner Teil davon professionell angebaut.
Nach dem Ernten sollten Erdbeeren möglichst schnell verzehrt werden. Weil die roten Früchte sehr empfindlich auf Druck reagieren, verlieren sie schnell ihre Festigkeit. Die sicherste Möglichkeit, Erdbeeren zu jeder Jahreszeit zu genießen, ist in getrocknetem Zustand. Dies geschieht in der Regel durch Gefriertrocknen. Frisches Obst enthält zwischen 80 und 90 Prozent Wasser, Trockenfrüchte nur ein Drittel oder weniger. Tropische Früchte kann man bei entsprechenden Temperaturen nach der Ernte einfach schälen, entkernen und zum Trocknen in die Sonne legen. Aus hygienischen Gründen wird das aber nicht im großen Stil betrieben. Der größere Teil der Trockenfrüchte in der westlichen Welt wird gefriergetrocknet. Während der Schockfrostung gefriert das Wasser in den Früchten. Ziel beim Gefriertrocknen ist es, dieses Wasser zu entziehen und die Hohlraumstruktur des Obstes trotzdem zu erhalten. Dies gelingt durch „Sublimieren“. Bei diesem Prozess gehen die Eiskristalle in der Frucht direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne sich vorher verflüssigt zu haben. Kleine Früchte erhalten so weitgehend ihre Ursprungsgröße, aber bereits Erdbeeren werden auf Erbsengröße verkleinert.
Das französische Unternehmen Organica aus L’Hay-les-Roses, einer 9 Kilometer südlich von Paris gelegenen Stadt, widmet sich der schonenden Gefriertrocknung von Bio-Erdbeeren, Bio-Heidelbeeren, Bio-Brombeeren und Bio-Ananas. 112 g frische Heidelbeeren und Brombeeren verringern ihr Gewicht so auf 16 g, Ananasstücke sogar auf 12 g. Trockenfrüchte haben eine schwammartige Struktur. Damit sind sie optimal zum Verfeinern von Müslis oder Smoothies. Rührt man Milch ins Müsli oder gießt Wasser in den Smoothie, füllen sich die Zellen wieder. Eine 12 g Packung Trocken-Erdbeeren entspricht ca. 120 g frischen Erdbeeren. So können Sie pure Bio-Früchte auch außerhalb der Erntezeit genießen.