Bio-Getreide, Saaten und Hülsenfrüchte
Kleine Körner, große Vielfalt
Ein Löffel Quinoa im Salat, eine Handvoll Chiasamen im Porridge oder ein Teller mit Linsensuppe: Getreide, Saaten und Hülsenfrüchte aus Bio-Anbau sind eine gute Basis für schmackhafte Gerichte. Von der herzhaften Beilage bis zum süßen Frühstück lassen sie sich auf ganz unterschiedliche Weise in der Küche einsetzen. Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen liefern zusätzlich pflanzliches Eiweiß für die vegetarische und vegane Küche.
Was unterscheidet Quinoa, Amaranth und Buchweizen von klassischem Getreide?
Quinoa, Amaranth und Buchweizen gehören botanisch nicht zu den Süßgräsern (Poaceae), der Pflanzenfamilie, zu der auch Getreidearten wie Weizen oder Roggen gehören. Man bezeichnet sie deshalb auch als Pseudogetreide, da sie ähnlich zubereitet und verwendet werden. Ein wichtiger Unterschied für die Küche: Alle drei enthalten von Natur aus kein Gluten. Geschmacklich und in der Zubereitung, etwa als Beilage oder in Backwaren, haben sie aber viele Gemeinsamkeiten mit klassischem Getreide.
Muss ich Hülsenfrüchte vor dem Kochen einweichen?
Getrocknete Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Kidneybohnen profitieren von mehreren Stunden Einweichzeit vor dem Kochen. Das verkürzt die Garzeit spürbar. Linsen und geschälte Erbsen benötigen dagegen meist kein Einweichen und lassen sich direkt kochen. Konservendosen mit bereits gegarten Hülsenfrüchten sind eine schnelle Alternative ohne Einweichzeit.
Welche Saaten eignen sich zum Keimen für Sprossen?
Keimsaaten wie Alfalfa, Mungbohnen, Radieschen oder Linsen eignen sich gut zum Keimen, da sie zuverlässig und innerhalb weniger Tage sprießen. Für die Sprossenzucht sollten unbehandelte Saaten verwendet werden, die extra für diesen Zweck deklariert sind. Nicht jede Saatgutware im Handel ist automatisch zum Keimen geeignet oder dafür ausgelobt. Prüfen Sie darum immer die Produktbeschreibung.
Was bedeutet "geschält" bei Linsen und Erbsen?
Geschälte Hülsenfrüchte wurden von ihrer äußeren Samenschale befreit, wodurch sie schneller garen und leichter zu einem Brei oder Püree zerfallen als ungeschälte Varianten. Ungeschälte Hülsenfrüchte enthalten dafür mehr Ballaststoffe, benötigen aber eine längere Kochzeit und bleiben beim Kochen eher bissfest. Rote Linsen sind ein typisches Beispiel für geschälte Ware, die ohne Einweichen in kurzer Zeit weich kocht.
Tipp: Hülsenfrüchte richtig salzen
Entgegen einer verbreiteten Küchenweisheit verlangsamt Salz das Garen von Hülsenfrüchten kaum. Sie können Salz also bereits während des Kochens hinzufügen. Säurehaltige Zutaten wie Tomaten, Essig oder Zitronensaft sollten dagegen erst gegen Ende der Kochzeit dazukommen, da Säure das Weichwerden tatsächlich verlangsamen kann. So werden Linsen, Bohnen und Erbsen gleichmäßig weich und behalten trotzdem ihren Biss.