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Naturata Zucker

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Zucker und Salz sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Verwechselt man sie aber beim Kochen, ist das Ergebnis für den Gaumen eher unerfreulich. Zumindest in der heutigen Zeit. Den Menschen des Mittelalters dagegen hätte ein Wechsel Zucker gegen Salz vermutlich sogar geschmeckt. Für sie war Zucker ein Gewürz zum Verfeinern herzhafter Speisen. Es gibt überlieferte Rezepte in denen Kaninchen oder Hackfleisch neben Safran und Muskatnuss auch mit Zucker gewürzt wurden. Solche Gerichte wurden jedoch nur an den Tafeln von Königen und Fürsten aufgetischt. Exotische Gewürze waren für die einfache Bevölkerung nämlich genauso unbezahlbar wie das „weiße Gold“. Selbst wer sich Zucker leisten konnte, musste immer noch jemanden finden, der ihn verkaufte. So wird erzählt, dass der englische König Henry III. im 13. Jahrhundert einmal drei Pfund Zucker kaufen wollte. Der Monarch war sich jedoch nicht sicher ob eine solche Menge in seinem Reich überhaupt vorhanden war.

Weil er aus fernen Ländern importiert wurde, war Zucker in Europa Jahrhunderte lang ein Luxusprodukt. Zuckerrohr, die Grundlage von Zucker, wächst nur in tropischem und subtropischem Klima. Vor etwa 1.400 Jahren entwickelten die Perser eine Methode der Zuckergewinnung, die mancherorts bis heute betrieben wird. Dabei wird Zuckerrohrsaft hoch erhitzt und als heiße flüssige Masse in ein kegelförmiges Gefäß aus Ton gegossen. Durch ein Loch in der Spitze der Form kann die Flüssigkeit ablaufen, während der Zucker auskristallisiert. Danach wird die Form gewendet. Das Ergebnis ist ein steinharter Kegel aus Zucker, der „Zuckerhut“.

Beim Zerkleinern eines Zuckerhuts war Vorsicht geboten. Viele Köche und Hausfrauen holten sich beim Umgang mit Zuckerhammer und Zuckerschaber blutige Finger. Auch die Ehefrau des Zuckerfabrikanten Jacob Christop Rad verletzte sich dabei mehrfach. Deshalb suchte er nach einer Möglichkeit, um Zucker leichter portionierbar zu machen. Er raspelte einen Zuckerhut klein, befeuchtete den Zucker und drückte ihn in eine rechteckige Form aus Blech. Nach kurzer Trockenzeit konnte er einen fertigen Zuckerwürfel entnehmen. Mit dem Ergebnis war er so zufrieden, dass er die Form weiterentwickelte und sich auch patentieren ließ.

Den Würfelzucker gibt es seit den 1840er-Jahren. Dass sich Zucker zu einem Produkt des täglichen Bedarfs entwickelte, ist jedoch mehr auf den Preis als auf die Form zurückzuführen. Anstelle von importiertem Zuckerrohr wurde inzwischen die heimische Zuckerrübe genutzt. Durch die preiswerte Rübe und industrielle Fertigungsanlagen, wurde Zucker ab dem 19. Jahrhundert immer günstiger. Der klassische Zuckerhut kommt in Europa eigentlich nur noch bei der Zubereitung einer „Feuerzangenbowle“ zum Einsatz. Heute wird Zucker fast ausschließlich lose oder in Würfelform verkauft.

Allerdings ist Zucker nicht gleich Zucker. Rohrzucker wird aus Zuckerrohr gewonnen und Rübenzucker aus Zuckerrüben. Abhängig davon in welchem Maß sie raffiniert wurden, entsteht Vollrohrzucker, Rohrohrzucker oder Rohrzucker. Die Raffination ist ein Prozess, bei dem der rohe Saft so lange erhitzt wird, bis sich Zuckerkristalle bilden. Erst nach stundenlangem Wiederholen des Auflösens und Auskristallisierens entstehen weiße Zuckerkristalle. Beim braunen Vollrohrzucker wird der Zuckerrohrsaft nur eingedickt, getrocknet und gemahlen, die Melasse bleibt vollständig erhalten. Beim bräunlichen Rohrohrzucker wird der Zuckerrohrsaft einmal raffiniert, ein Teil der Melasse bleibt erhalten. Rohrzucker hat eine weiße Farbe, weil er solange raffiniert wurde, bis keine Melasse mehr enthalten war. Der goldfarbene Demerara Rohrohrzucker ist grobkörniger als die Zuckerkristalle des sandfarbenen Sucanat und des beigefarbenen Syramena. Aus diesem Grund eignet sich der Naturata Demerara Rohrohrzucker auch perfekt für exotische Cocktails speziell für die Zubereitung des beliebten „Caipirinha“. Der Sucanat Vollrohrzucker verleiht süßen Speisen und Kuchen sowie Heißgetränken ein besonderes Aroma. Der sehr feine und helle Naturata Rübenzucker ist ein echter Alleskönner. Probieren Sie ihn für Feingebäck oder zum Süßen von Speisen und Getränken aller Art. Puderzucker entsteht durch das besonders feine Vermahlen von Zuckerkristallen.
Mit dem Naturata Puderzucker lassen sich Süßspeisen und Plätzchen bestäuben oder Glasuren und Biskuitböden veredeln. Die Syramena Zuckersticks sind ideal für unterwegs oder zur genauen Dosierung. Naturata Würfelzucker sind Würfel aus Rohrohrzucker mit einer Bruchstelle in der Mitte. Entdecken Sie mit Naturata die facettenreichen Aromen von hochwertigem Bio-Zucker.

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