Lovechock Rohschokolade
Die Dschungel Mittelamerikas sind noch immer voller Geheimnisse. In Gebieten, in denen die Bäume so dicht zusammenstehen, dass kaum Sonnenlicht durch die Blätter dringt, siedelten früher mächtige Hochkulturen. Auch viele Jahrhunderte später sind die Städte der Maya mit ihren Tempel-Pyramiden fast vollständig überwuchert. Die bisher entdeckten Städte sind oft nur zum Teil ausgegraben. Niemand weiß, wie viele Ortschaften der Urwald im Lauf der Zeit verschlungen hat. Als Archäologen im 19. Jahrhundert begannen, die ersten Maya-Ruinen aus dem Griff der Lianen zu befreien, staunten sie über die zahlreichen Steinreliefs. Die Maya hatten ihre Geschichte und ihre Mythologie kunstvoll in Stein gehauen. Ein Motiv, das immer wieder auftauchte, war die gefiederte Schlange. Deren Bild wurde aber auch in den Ruinen der Azteken, der Tolteken und anderer mesoamerikanischer Kulturen gefunden. In der Sprache der Azteken wurde sie Quetzalcoatl genannt, was so viel bedeutet wie „leuchtende Schwanzfederschlange“. Von allen altmexikanischen Gottheiten ist Quetzalcoatl die mit Abstand schillerndste Figur. Manche Völker verehrten sie als einen Schöpfergott, bei den Azteken war sie als Wind- und Himmelsgott bekannt. Der Legende nach brachte Quetzalcoatl ihnen in grauer Vorzeit die ersten Kakaobohnen als Geschenk. Aufgrund ihrer himmlischen Herkunft galten die Bohnen als äußerst wertvoll. Unter Kaufleuten waren sie als übliche Währung akzeptiert. Die Könige und Priester der Azteken ließen sich daraus ein Getränk mixen. Der belebende Trunk wurde mit Honig, Vanille und Cayennepfeffer verfeinert und „xocolatl“ genannt.
In der Mythologie der Azteken erschien Quetzalcoatl in zwei Formen, einmal als gefiederte Schlange, aber auch als weißer Mann mit Bart. Alten Überlieferungen zufolge war dieser vor langer Zeit zu einer langen Reise aufgebrochen. Der Legende nach hatte er jedoch vor seiner Abreise angekündigt, eines Tages mit seinem Gefolge über das große Meer zurückzukehren, um erneut über sein altes Reich zu herrschen. Während der Herrschaft von Montezuma II. (1502-1520) erschien ein sonderbarer Komet am Nachthimmel. Die königlichen Astrologen sahen in ihm den Vorboten großer Ereignisse. Sie sollten Recht behalten. Im Jahr des Kometen wurden schwimmende Häuser auf dem Meer gesichtet. Als sie anlegten, entstiegen ihnen eiserne Männer, die auf gewaltigen Hirschen ohne Geweih ritten. An ihrer Spitze stand ein weißer Mann mit Bart. Quetzalcoatl war zurückgekehrt – zumindest war das die Botschaft, die sich in Windeseile im ganzen Land verbreitete.
In Wirklichkeit war der bärtige Fremde ein spanischer Konquistador namens Hernán Cortés. Mit seiner 500 Mann starken Expeditionsarmee war er auf der Suche nach den legendären Goldschätzen der neuen Welt. Schon nach kurzer Zeit merkten die Azteken, dass die Neuankömmlinge keine guten Absichten hatten. Aber weil sich Montezuma nicht sicher war, ob es sich nicht vielleicht doch um Quetzalcoatl handeln könnte, zögerte er. Statt abzuwarten, hätte er seinen gewaltigen Kakaobohnen-Vorrat nutzen können, um alte Verbündete zu bezahlen. Gemeinsam hätten sie über 400.000 Krieger mobilisieren können, mehr als genug, um die goldgierigen Eindringlinge zu vertreiben. Aufgrund seiner Unentschlossenheit konnten die Spanier jedoch Fuß fassen. Schon nach wenigen Jahren hatten sie das Reich der Azteken dem Erdboden gleichgemacht, dabei fielen ihnen auch die Kakaovorräte in die Hände.
Neben Schiffsladungen voller Gold brachten die Spanier somit auch „xocolatl“ zurück nach Europa. Weil sie es jedoch nicht richtig aussprechen konnten, nannten sie das Getränk: chocolate. Ab dem späten 16. Jahrhundert wurde es an den europäischen Königshöfen getrunken, allerdings stärker gesüßt. Die Originalrezeptur war den meisten Europäern doch etwas zu kräftig. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Trinkschokolade zur Tafelschokolade, und zur wahrscheinlich beliebtesten Leckerei der Welt. Lange Zeit versuchten Chocolatiers ihre Kreationen immer süßer und cremiger zu machen. Der Kakaoanteil der Schokolade ging zurück, dafür wurde immer mehr Milch und Zucker hinzugefügt. Seit einigen Jahren entwickelt sich jedoch ein deutlicher Gegentrend: zurück zum ursprünglichen Geschmack der Kakaobohne. Diese hat nicht nur ein aufregend umfangreiches Aroma und eine belebende Wirkung, dank ihrer bemerkenswerten Nährstoffdichte zählen Kakaobohnen auch zu den Superfoods.
Bei der Schokoladenherstellung wird Kakao normalerweise bei hohen Temperaturen geröstet und gemahlen. Durch die Hitze können sich aber viele Nährstoffe verändern oder verloren gehen. Aus diesem Grund werden die Bohnen bei Lovechock nur leicht von außen angeröstet. Auf das Sterilisieren, Feinmahlen und Conchieren wird komplett verzichtet. So kann der ursprüngliche Geschmack der Kakaobohne in verschiedensten Geschmacksvarianten zu einem ganz besonderen Schokoladenerlebnis werden. Die Lovechock Rohschokolade Pur Kakaonibs begeistert mit großen Kakaosplittern und kräftigem Kakaoaroma. Dass die Kombination von Kakao und Chili nicht nur in Trinkschokoladen funktioniert, beweist die Lovechock Rohschokolade Kirsche und Chili. Lovechock Ginger Orange 69% ist eine mit Datteln gesüßte vegane Zartbitterschokolade, die ihr unvergleichliches Aroma der spritzigen Frische sonnengereifter Orangen und der angenehmen Schärfe von Ingwer verdankt. Ein fruchtig-herbes Geschmackserlebnis auf Kakaobutterbasis ist die Tafel Soul Caramel Sea Salt 75%. Getrocknete Datteln und Maulbeeren verleihen eine fruchtige Karamellnote, während Meersalz und Kakao für abwechslungsreiche Aromen sorgen. Kakaobutter bildet auch die Grundlage des Alles Liebe Hibiskus Kakaonibs Riegels, der mit Kakaosplittern und Vanillepulver verfeinert wird und durch Hibiskus seine rosa Farbe erhält. Genießen Sie mit Lovechock den belebenden Schokoladengenuss der Maya und Azteken, zwischendurch oder in der Kaffeepause.