Erdmannhauser Grissini
Einer der Gründe, warum Italien zu den beliebtesten Reisezielen gehört, ist mit Sicherheit das gute Essen. Natürlich hat der italienische Stiefel auch landschaftlich und kulturell einiges zu bieten. Das gastronomische Flair und die unverwechselbare Küche setzen dem aber die Krone auf. Wenn man an der Piazza oder in einer der kleinen Seitenstraßen fündig geworden ist, bringt der Kellner zunächst zwei unverzichtbare Dinge. Neben den Weingläsern wird - besonders im Norden Italiens - oft auch ein Körbchen mit Grissini auf den Tisch gestellt. Die fingerdicken, bis zu 30 cm langen Brotstangen, sind dort ein beliebtes Appetithäppchen. Das klassische Rezept besteht aus Hartweizenmehl, Wasser, Hefe, Olivenöl und Salz. Es gibt jedoch auch Varianten die mit Oregano, Sesam oder Kümmel verfeinert werden. Die Herstellung ganz einfach: Man muss dem Teig nur viel Zeit lassen. Dann wird er zu dünnen „Würsten“ ausgerollt. Im Ofen werden diese kurz und heiß durchgebacken. Dadurch sind sie nicht nur lange haltbar, sie krachen auch wunderbar beim Abbeißen. Die traditionellen Grissini torinesi erkennt man an der typischen verdrehten Form, die verrät, dass sie von Hand gerollt wurden. Haben sie dagegen eine gleichmäßig glatte Oberfläche und sind gleich lang, kommen sie auf der Maschine. Selbstgemachte Grissini sind immer ein gutes Zeichen für die Qualität des Restaurants. Trattorias in denen Grissini noch selbst gemacht werden, legen in der Regel auch mehr Wert auf traditionelle Zubereitung der anderen Speisen.
Liebhaber der italienischen Küche wird es nicht überraschen, dass die Grissini im Piemont erfunden wurden. Das Gebiet am Rand der Alpen gilt bei vielen Gourmets als Genussregion schlechthin, allerdings nicht im Sinne von minimalistischer Haute Cuisine. Mini-Portionen mit einem Spritzer Sauce in der Mitte eines riesigen Tellers sind eher die Ausnahme. Im Piemont darf noch richtig geschlemmt werden. Und dafür nimmt man sich auch gerne etwas mehr Zeit. Mitte der 1980er Jahre entstand hier die Slow Food Bewegung, die sich dem Erhalt der Esskultur verschrieben hat. Bäuerliche Landwirtschaft, traditionelles Lebensmittelhandwerk sowie ein moderates Lebenstempo sind grundsätzliche Themen in der Slow Food Szene. Was heute von Genießern auf der ganzen Welt praktiziert wird, war im Piemont schon immer Teil der Esskultur. Wer die piemontesische Küche vor Ort kennenlernen will, tut dies am besten sonntags beim „pranzo“. Für dieses Mittagessen sollte man allerdings mindestens 3 Stunden einplanen. Denn es werden immer mehr als vier Gänge serviert, manche Küchenchefs fahren sogar Menüs mit zehn Gängen auf. Das Frühstück kann man also getrost ausfallen lassen.
Erfahrene Piemont-Besucher verzichten beim pranzo auf den Blick in die Karte und vertrauen der Empfehlung des Hauses. Den Anfang des Menüs bilden meist kalte Antipasti wie Oliven, lardo (ein aromatisch gepfefferter Speck) und würziger Bergkäse. Dazu kann man schon einige Grissini knabbern. Bei den warmen Antipasti wird der Gaumen u.a. von gefüllte Zucchiniblüten (caponèt) verwöhnt. Im Piemont sind zwei Gänge mit Pasta keine Seltenheit; jeder einzelne könnte aber auch als Hauptgericht durchgehen. Hasenbraten mit Kräutern oder in Rotwein geschmorter Rinderbraten bilden den Höhepunkt der Mahlzeit, als Beilage gibt es meist gedünstetes Gemüse. In einem der besten Weinanbaugebiete Italiens darf eine Flasche guter Wein beim Essen natürlich auch nicht fehlen. Neben edlen Trauben sind hier aber auch die weltbesten Haselnüsse sowie die berühmte Piemont-Kirsche zu Hause. Wer jetzt noch Platz für einen Nachtisch hat, darf sich auf ein Stück Nusskuchen zum Espresso freuen. Oder wie wäre es mit einer anderen berühmten Piemont-Spezialität: Panna Cotta?
Wer jetzt Appetit bekommen hat und mal wieder richtig schön italienisch kochen möchte, der kann sein Menu mit den Grissini von Erdmannhauser stilvoll einleiten. Die vier leckeren Sorten der knusprigen Teigstangen lassen Knabberherzen höher schlagen. Wer es traditionell mediterran mag, wird die milden Grissini mit Olivenöl mögen. Abgeschmeckt mit Meersalz, Oregano und Paprika drängen sie sich geradezu auf jeden Vorspeisenteller. Die Dinkel Grissini mit geröstetem Sesam besitzen durch die Kombination von Dinkelvollkornmehl und Dinkelmehl einen besonders ausgewogenen Geschmack. Herzhafter geht es hingegen mit den beiden Sorten Käse und Pizza zu. Während die Käse Grissinis mit kräftigem Emmentaler und Hartkäse verfeinert sind, enthalten die Pizza Grissini Olivenöl, Knoblauch, Käse sowie Basilikum. Die mediterranen Erdmannhauser Brotsticks lassen sich mit Wurst, Käse oder herzhaften Dips beliebig kombinieren. So haben Sie immer ein knackiges Stück Piemont auf den Tisch.