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Davert Ölsaaten

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Die Mohnpflanze hat eine bewegte Geschichte. Bereits in der Jungsteinzeit wurde im östlichen Mittelmeerraum Schlafmohn angebaut. Wegen ihres hohen Fettgehalts waren die nussig-süßen Mohnsamen damals ein wichtiges Nahrungsmittel. Vor 3.500 Jahren machte man dann - wahrscheinlich auf Zypern - eine folgenschwere Entdeckung. Wird die noch unreife Samenkapsel einer blühenden Mohnpflanze angeritzt, tritt ihr Milchsaft aus. Wenn man diesen über Nacht antrocknen lässt, wird daraus rohes Opium. Diese Entdeckung war für die Ärzte der frühen Antike ein absoluter Durchbruch. Denn sie verfügten nun erstmals über ein Mittel, das auch starke Schmerzen stillen konnte. Viele Behandlungen und Operationen wurden durch den Einsatz von Opium erst möglich.

In der Antike wurde Schlafmohn nicht nur für medizinische, sondern auch für kultische Zwecke verwendet. Wegen seiner betäubenden Wirkung spielte er vor allem in der griechischen Mythologie eine große Rolle. Gleich drei Gottheiten wurden durch die Mohnkapsel symbolisiert: Der Traumgott Morpheus, der Totengott Thanatos und die Nachtgöttin Nyx. Im römischen Reich war Schlafmohn vor allem der Oberschicht vorbehalten. Auf ihren ausufernden Festen berauschten sich wohlhabende Römer nicht nur mit Wein, sondern auch mit Opium. Im Jahr 312 v. Chr. gab es allein im Stadtgebiet Roms etwa 800 Opium-Apotheken. Diese verkauften ihre Ware entweder in Form „süßer Pillen“ oder als „Saft vom Kraut des Vergessens“. Nach dem Untergang des römischen Reiches wurde Opium von der Kirche verboten und nicht einmal als Schmerzmittel erlaubt. Anders als in Europa war Mohnsaft im Orient nicht als „Teufelszeug“ in Verruf geraten. Im Gegenteil: Arabische Ärzte nutzten ihn für zahlreiche Behandlungen und sogar für Augenoperationen. Im 12. Jahrhundert kam Opium durch die Kreuzfahrer schließlich wieder zurück nach Westeuropa. In den folgenden Jahrhunderten wurde Schlafmohn dann erneut zur Grundzutat etlicher Heil- und Betäubungsmittel.

Schlafmohn (Papaver somniferum) wurde über die Jahrtausende vor allem aber als Nahrungsmittel angebaut. Neben Torte, Strudel und Stollen wurden auch Brote, Brezeln und anderes herzhaftes Gebäck mit Mohnsamen gewürzt. In der indischen Küche werden die Samen bis heute oft kurz angeröstet, um ihr Aroma zu steigern. Danach verfeinern sie zahllose traditionelle Curry-Varianten. Es gibt Schlafmohn mit weißen, schwarzen, grauen und blauen Samen. In europäischen Küchen und Backstuben wird hauptsächlich Grau- und Blaumohn verwendet. Unabhängig von der Farbe gehören Mohnsamen genauso wie Sesam- oder Kürbiskerne zu den Ölsaaten. Darunter versteht man Pflanzensamen, aus denen Speiseöl gewonnen werden kann. Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen ergänzen sie auf schmackhafte Weise Salate, Müslis und viele andere Gerichte.

Die Ölsaaten von Davert sind vielseitig einsetzbar und eine Bereicherung für jede Küche. Der leicht nussige Geschmack von brauner Leinsaat verfeinert Müslis und Backwaren. Geschrotete Leinsaat eignet sich besonders gut für Smoothies, Säfte, Suppen oder Soßen. Die knackigen Davert Kürbiskerne sind eine herrlich ursprüngliche Knabberei, passen aber auch in Suppen, Salate, Pesto oder Müsli. Salat-Fans freuen sich über den Davert Salat Kern Mix. Die ausgewogene Mischung mit schmackhaften Sonnenblumenkernen, dunkelgrünen Kürbiskernen und nussigen Cashewkernstücken ist perfekt für Salate, Toppings und einen Einsatz in der kreativen Küche.

Davert Ölsaaten sind wegen ihres hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine sinnvolle Ergänzung unterschiedlichster Gerichte und eine schmackhafte Knabberei für zwischendurch.

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