Byodo Senf
Eigentlich hätten die Inder den Senf erfinden müssen. Archäologen gehen nämlich davon aus, dass die Senfpflanze schon vor 3.800 Jahren auf dem indischen Subkontinent angebaut wurde. Doch auf die Idee, die Körner der Senfpflanze zu einem Würzmittel zu verarbeiten, kamen zuerst die Römer. Dafür wurden zunächst in Essig eingelegte Senfkörner fein gemahlen. Anschließend vermischte man sie mit Pfeffer, Kümmel, Liebstöckel, Thymian, Oregano, Dill, Zwiebeln und Honig. Im antiken Kochbuch „De re coquinaria“ wird das Rezept für am Spieß gegrilltes Wildschwein empfohlen. Es ist auch den Römern zu verdanken, dass der Senf seinen Weg über die Alpen fand. Speziell in Gallien legten sie neben Weinbergen Felder mit Senfpflanzen an. Meerrettich und Senfkörner waren lange Zeit das einzige scharfe Gewürz der einfachen Bevölkerung in Mitteleuropa. Mit dem Untergang des Römischen Reiches zerfiel auch die Provinz Gallien. Als im späten 5. Jahrhundert Franken, Burgunder und Alemannen um die Vorherrschaft im Land kämpften, ging viel Wissen der Antike verloren. Nur einige Mönche interessierten sich für die alten Schriften der Römer und Griechen und versuchten diese für die Nachwelt zu erhalten.
In den Tiefen der Klosterbibliothek von Saint-Germain-des-Prés schlummerte lange Zeit auch ein römisches Senf-Rezept. Erst im 10. Jahrhundert wurde es von den Mönchen wiederentdeckt. Da das gelbe Würzmittel aus dem Kloster den Geschmack des Adels traf, war es schon bald sehr gefragt. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die französische Region Burgund dann zum Zentrum des Senf-Anbaus in Europa. Die Hauptstadt Burgunds, Dijon, gilt seitdem als die Senf-Metropole. Denn der Senfkonsum in Dijon war bereits im Mittelalter legendär. Auf einer Gala des Herzogs von Burgund im Jahr 1336 verzehrten die Gäste an einem einzigen Tag über 320 Liter Senf. Der Herzog bestellte aber nicht nur große Mengen an Senf, er veranlasste auch strenge Qualitätsstandards für dessen Herstellung. Darum wird Senf aus Dijon seit fast 600 Jahren als Delikatesse gehandelt. Den typischen „Dijon-Senf“ wie wir ihn heute kennen, gibt es allerdings erst seit 1752. Kreiert wurde er von Jean Naigeon, als dieser beim Mischen „Verjus“ anstelle von Essig verwendete. Verjus ist der Saft unreifer Trauben und wesentlich milder als Essig. Dadurch wurden die bitteren Nuancen abgeschwächt und das Aroma intensiviert.
Klassischer Dijon-Senf besteht bis heute ausschließlich aus braunen oder schwarzen Senfkörnern, die nicht entölt werden. Dazu kommen nur Wasser, Verjun (oder Weinessig) und Salz. Andere Zutaten sind nicht erlaubt. Dijon-Senf hat eine angenehme Schärfe und ist aus der französischen Küche nicht mehr wegzudenken. Er ist die Grundlage unzähliger Dressings. Während die Engländer einen schärferen „mustard“ bevorzugen, greifen die Deutschen am liebsten zu mittelscharfem Senf. Heute ist Senf ein äußerst facettenreiches Würzmittel, das in vielen Varianten hergestellt wird. Von Byodo aus dem oberbayerischen Mühldorf erhalten Sie verschiedenste Varianten von schmackhaftem Senf in bester Bio-Qualität.
Byodo Mittelscharfer Senf ist ein echtes Allround-Talent in der Küche. Mit seiner feinen Würze und dezenten Schärfe verfeinert er Bratwürste, Soßen und Salatdressings. Zu einem deftig-bayrischen Weißwurstfrühstück gehört Süßer Senf genauso wie Weißwurst und Leberkäse. Der Scharfe Senf von Byodo punktet bei jeder Grillparty auf gebratenen Würsten, in Dips und in Saucen. Byodo Kinder Senf mit der natürlichen Süße von Äpfeln ist eine besonders milde Alternative für kleine und große Genießer.
Der Byodo Dijon Senf ist ein scharfer Klassiker und perfekt für Fleisch, Fisch und Saucen. Liebhaber der französischen Küche sollten auch den Körnigen Senf von Byodo probieren. Ganze Senfkörner verleihen dieser mittelscharfen Senfvariante ihren unverwechselbaren Charakter. Der fein-pikante Grill & Fondue Senf ist der Star bei jedem Picknick und ideal zu Wurst, Grillgut oder leckeren Sandwiches. Dank ihrer fruchtigen Note passen Orangen Senf und Feigen Senf zu verschiedenen Käsesorten, aber auch zu sämigen Salatdressings. Richtig exotisch wird es mit dem Mango Balsamico Senf. Das harmonische Zusammenspiel von fruchtiger Süße, Säure sowie angenehmer Senfschärfe macht ihn zu einem echten Geheimtipp. Kleine Chargen, jahrzehntelanges Senf-Knowhow und feinste Bio-Senfsaaten machen Byodo Senf zu köstlich-würzigen Begleitern feiner Speisen. Guten Appetit.