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Chiron Hanfprodukte

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Hanf ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen. Jahrtausendelang war Hanf ein unverzichtbarer Rohstoff für die Herstellung von Seilen, Papier, Textilien und Arzneimitteln. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Hanf sogar die am häufigsten angebaute Nutzpflanze der Welt. Nennt man die Hanfpflanze dagegen bei ihrem lateinischen Namen „Cannabis“ weckt das ganz andere Assoziationen. Bei Cannabis denken viele Menschen eher an Hippies in Woodstock oder an Coffee-Shops in Amsterdam. Denn das Konsumieren von Teilen der weiblichen Hanfpflanze kann eine berauschende Wirkung haben. Verantwortlich hierfür ist der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC. Der THC-Gehalt ist eines der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale innerhalb der verschiedenen Hanfsorten. Allgemein unterscheidet man zwischen Pflanzen für die Arznei- und Rauschmittelherstellung und dem sogenannten Nutzhanf. Nutzhanf hat einen verschwindend geringen THC-Anteil und keinerlei berauschende Wirkung. Er wird vor allem wegen der essbaren Samen und der Hanffasern angebaut.

Manche Forscher gehen davon aus, dass Hanf schon vor über 8.000 Jahren in Persien und China angebaut wurde. Die Samen wurden zu Mehl und Öl verarbeitet oder pur gegessen. Hanf hatte noch einen weiteren Vorteil: Mit den Fasern aus dem Bast der Hanfpflanze konnte Kleidung hergestellt werden. Die ersten Textilien aus Hanf wurden vermutlich bereits 2.800 v. Chr. in China getragen. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtete 450 v. Chr. von Gewändern aus Hanffasern im Mittelmeerraum. Im Vergleich zu Flachs, Nessel oder Wolle sind Hanffasern gröber und robuster. In Europa wurden die Fasern der Hanfpflanze darum bis ins 19. Jahrhundert speziell bei der Herstellung von Arbeitskleidung genutzt. Für die Behauptung, dass auch die ersten Jeans aus Hanf gemacht worden wären, gibt es jedoch keine Beweise.

Als Erfinder des Papiers gilt der Chinese Ts'ai Lun. Um 105 n. Chr. mischte er aus Wasser, Hanffasern, Lumpen, Fischernetzen und anderen Zutaten eine Art Brei. Dieser wurde mit einem Sieb abgeschöpft, zu Einzelblättern gepresst und zum Trocknen aufgehängt. Die erfolgreiche Methode kam im 11. Jahrhundert über Indien und Arabien nach Europa. Bereits 200 Jahre später hatte das Papier dem Pergament den Rang abgelaufen. Guttenberg druckte den Großteil seiner Bibeln auf Hanfpapier und auch die ersten Entwürfe der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wurden darauf verfasst. Aufgrund der geringeren Produktionskosten wird Papier heute überwiegend aus Holzfasern hergestellt. Mit den längeren Fasern ist Hanfpapier jedoch wesentlich strapazierfähiger. Darüber hinaus enthält Hanf weniger Lignin als Holz. Lignin ist dafür verantwortlich, dass Papier vergilbt und irgendwann zerfällt. Für Schriftstücke, die einige Jahrhunderte überdauern sollen, ist Hanfpapier also eine gute Wahl.

Die Blütezeit von Hanf war das Zeitalter der Segelschiffe im 17. und 18. Jahrhundert. Die Netze, Flaggen und Kleidung der Matrosen bestanden ebenso aus Hanf wie das Tauwerk. Jedes Schiff hatte einen jährlichen Verbrauch von fast 50 Tonnen Hanffasern. Funktionierende Schiffe waren elementar für eine funktionierende Route zwischen Europa und der neuen Welt. In Virginia trat darum 1619 das erste Hanf-Gesetz in Kraft. Darin wurden alle Farmer aufgefordert in der nächsten Saison Hanfsamen auszusäen. Aufgrund seiner hohen Bedeutung diente Hanf in Nordamerika sogar als gesetzlich zugelassenes Zahlungsmittel. Bis ins 19. Jahrhundert hinein konnten amerikanische Farmer ihre Steuern mit Hanf bezahlen. Der wirtschaftliche Niedergang der Hanfpflanze begann mit dem Verschwinden der großen Segelschiffe. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Baumwolle immer billiger und verdrängte Hanf nach und nach aus der Textilproduktion. In der Industrie wurde Hanföl von wesentlich billigeren synthetischen Alternativen abgelöst. Und selbst Seile und Taue wurden größtenteils durch Kunstfaser-Produkte ersetzt. Seit den 1950er Jahren hatte Hanf seine wirtschaftliche Bedeutung in der westlichen Welt beinahe vollständig eingebüßt.

Heute steht Hanf vor einem großen Comeback. Immer mehr Modeschöpfer nutzen Hanffasern als nachhaltige Alternative zu Baumwolle. Auch in der Küche liegen Hanfsamen wieder voll im Trend. Die proteinreichen Samen gelten wegen ihrer wertvollen Nährstoffe mittlerweile als „Superfood“. Durch ihre leicht nussige Note passen Hanfsamen zu süßen Gerichten genauso wie zu herzhaften. Das Unternehmen Chiron aus dem oberschwäbischen Baltringen hat sich auf die Herstellung von Hanfprodukten spezialisiert. Die veganen Hanfaufstriche verwöhnen den Gaumen mit indischen, orientalischen, mediterranen oder heimischen Geschmacksnoten. Pasta-Fans können sich ihr Lieblingsgericht mit einem der verschiedenen Hanfpestos verfeinern. Das kaltgepresste Hanföl perfektioniert Salate und Spezialitäten der kalten Küche. Müslis, Joghurt- und Quarkspeisen profitieren von geschälten Hanfsamen genauso wie bunte Salate. Naschkatzen sollten die Schokolierten Hanfsamen und die Hanf-Schoko Butterkekse kennen lernen. Mit Chiron Naturdelikatessen genießen Sie naturbelassene Lebensmittel mit authentischem Geschmack.

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