Byodo Bio-Nudeln
Als Papst Innozenz VIII. im Juli 1492 verstarb, versammelten sich die Kardinäle um einen neuen Papst zu wählen. Durch Intrigen, Versprechungen und Bestechung gelangte schließlich der Spanier Rodrigo Borgia auf den Papstthron. Trotz Zölibat unterhielt Rodrigo Borgia schon als Kardinal Verhältnisse zu mehreren Frauen. Auch als Papst gab es für ihn keinen Grund, diese Beziehungen nicht beizubehalten. Mindestens 8 Kinder soll er mit seinen Mätressen gezeugt haben. In kirchlichen Kreisen des Mittelalters wurden leibliche Kinder in der Regel als Neffen und Nichten ausgegeben. Dass Rodrigo Borgia aber offen die Vaterschaft für seine Kinder anerkannte, löste einen Skandal aus. Eine Tochter war Lucrezia Borgia. Die außergewöhnlich attraktive und lebenslustige junge Frau war eine der schillerndsten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Als Tochter des Papstes hatte sie einen so hohen Stellenwert auf dem Heiratsmarkt, dass normale Adlige als Ehegatten nicht in Betracht kamen. Dreimal wurde sie von ihrem Vater aus politischen Gründen verheiratet. Die erste Ehe wurde aufgelöst und die zweite durch die Ermordung ihres Ehemannes beendet. Erst die dritte Ehe sollte bis zu ihrem Tod andauern.
Glaubt man den überwiegend feindlich gesinnten Borgia-Chronisten, so war Lucrezia Borgia der Inbegriff übelster menschlicher Verworfenheit. Inzest mit ihrem Bruder und ihrem Vater wurden ihr genauso vorgeworfen wie Giftanschläge, Mordaufträge und unzählige Affären. Erst die heutige Geschichtsschreibung betrachtet ihr Leben in einem völlig anderen Licht. Ihre dritte Ehe mit Alfons I. d’Este, dem Herzog von Ferrara soll ausgesprochen glücklich gewesen sein. Lucrezia Borgia erwies sich als kluge Herrscherin, die den Hof von Ferrara in ein Zentrum der Künste und Wissenschaft verwandelte. Die Universität von Ferrara wurde zu einer der führenden Bildungsstätten Italiens. In Norditalien ließ Lucrezia Sumpfland trocken legen. So entstand wertvolles Weideland, das hohe Gewinne erzielen konnte. Vor allem aber wegen ihrer Fürsorge für Arme und Kranke und ihren praktizierten Glauben an Gott erwarb sich die Fürstin von Ferrara den Ruf einer Heiligen.
Was haben nun die Liebhaber der italienischen Küche davon? Ganz einfach: Ihrer dritten Ehe mit dem Herzog von Ferrara verdanken wir die Tagliatelle. Der Legende nach soll ein Koch von den schönen Haaren Lucrezias derart fasziniert gewesen sein, dass er anlässlich ihrer Hochzeit mit Alfons I. d’Este im Jahre 1487, Nudeln aus kleinen flachen Teigbändern formte und mit einer köstlichen gelben Safransauce servierte. Auch der Name des Gerichtes ist überliefert: „Tagliolini di pasta e sugo, alla maniera di Zafiran“. Die Gäste waren von der Pasta so begeistert, dass das Rezept in vielen Teilen Italiens ausprobiert und verfeinert wurde. Heute sind die 5-10 mm breiten Tagliatelle vor allem für ihre raue Textur bekannt, die es ermöglicht, fettreiche dicke Saucen aufzunehmen. Im Sortiment des oberbayerischen Unternehmens Byodo finden Sie die beliebte Bandnudel in der klassischen Variante aus Hartweizen und in der grünen Version mit Spinatpulver. Beide in bester Bio-Qualität.
Neben Tagliatelle hat Byodo noch weitere Klassiker im umfangreichen Bio-Pasta-Sortiment: Spaghetti, Penne und Fusilli sind dabei natürlich ebenso vertreten wie Cannelloni, Rigatoni und Sardi. Oder wie wäre es mit Volanti und Strozzapreti? Mit den Byodo Sommerdinkel-Nudeln können Sie bekannte Nudelgerichte neu entdecken. Sommerdinkel, der auch Emmer oder Zweikorn genannt wird, ist ein Ur-Getreide, das Nudeln ein leicht nussiges Aroma verleiht. Damit Sie Ihre Lieblingsgerichte mit vielen Gästen teilen können, gibt es viele Byodo Pasta-Sorten auch in der familienfreundlichen 5-kg-Packung. Die schöne Farbe, der guten Biss und vor allem der leckere Geschmack der Byodo Bio-Nudeln überzeugen große und kleine Genießer.