Fontaine Thunfisch
Knapp zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Die Landmasse aller Kontinente kommt dagegen gerade mal auf ein Drittel. Da die Ozeane, vom Weltraum aus betrachtet, bläulich schimmern, wird die Erde auch „der blaue Planet“ genannt. Kurioserweise wissen wir heute mehr über den Weltraum als über die Tiefsee. Die Ozeane haben bisher nur wenige ihrer Geheimnisse preisgegeben. Durch die scheinbar unendliche Weite und die unergründliche Tiefe sind die Meere ebenso faszinierend wie bedrohlich. In grauer Vorzeit vermuteten die Menschen am Wellenhorizont das Ende der Welt. Vom Meer her kamen die Stürme und in den dunklen Tiefen hausten entsetzliche Seeungeheuer. Weil das Meer aber als Nahrungsquelle unverzichtbar war, wagten sich dennoch immer wieder einige Mutige aufs Wasser. Bereits in der Altsteinzeit wurde in ausgehöhlten Baumstämmen auf’s Meer hinaus gefahren. Die ersten Fischer blieben noch nahe am Ufer oder fuhren höchstens zu den Inseln in Sichtweite. Wegen der gefährlichen offenen See änderte sich daran jahrtausendelang nichts. Ab ca. 7.000 v. Chr. begann man im Mittelmeer jedoch Schiffe zu bauen, mit denen man sich auch weiter hinauswagen konnte. Die älteste bekannte Abbildung eines Schiffes wurde in Ägypten gefunden. Sie zeigt ein Papyrusschiff von ca. 5.000 v. Chr. Dass eine solche Konstruktion durchaus hochseetauglich sein konnte, bewies der norwegische Forscher Thor Heyerdahl im Jahr 1970. Er baute ein Papyrusboot nach und segelte damit von Marokko bis nach Barbados.
Zu den Zeiten der Papyrusboote begannen einige Seefahrer mit der Hochseefischerei. Die Fische im warmen Küstenwasser waren zwar zahlreich, aber nicht besonders groß. Der wirklich große Fang wartete weiter draußen. Außerhalb der Sichtweise der Küste, mussten sich die Fischer in ihren kleinen Booten am Stand der Sonne und den Sternen orientieren und waren den Elementen schutzlos ausgeliefert. Dafür konnten sie aber auch große schwere Fische fangen. Aufgrund dieser enormen Fleischmengen nahmen die Fischer viele Risiken und Strapazen in Kauf. In der Antike waren Hungersnöte aufgrund von Missernten keine Seltenheit. Wegen der Fischerei waren die Küstenstädte davon aber weit weniger bedroht als die Siedlungen im Landesinneren. Es war deshalb auch kein Zufall, dass die meisten antiken Großstädte am Meer lagen. Hochseefischerei und Seehandel waren eine solide wirtschaftliche Grundlage.
Zu den wichtigsten Speisefischen zählte schon immer der Thunfisch. Einige Arten werden nämlich mehrere hundert Kilo schwer. Traditionell wurden solche Riesenfische mit (entsprechend starken) Angelruten gefangen. Mit Beginn der industriellen Hochseefischerei war es damit jedoch vorbei. Von nun an wurden die Thunfischschwärme zunehmend mit Sonar aufgespürt und in gigantischen Schleppnetzen gefangen. Durch diese Methode sind manche Gebiete inzwischen regelrecht leer gefischt. Zudem landen Millionen Tonnen Meeresbewohner pro Jahr als sogenannter Beifang in den Schleppnetzen und an den Haken von Langleinen. Ungewollt fallen den hoch technisierten Fangmethoden so aber auch viele Wale, Delfine, Haie, Seevögel und Meeresschildkröten zum Opfer. Die verletzten, sterbenden und toten Tiere werden in der Regel ins Meer zurück geworfen. Tonnenschwere Bodenschleppnetze, die über den Meeresboden und die Korallenriffe gezogen werden, können zudem die Unterwasserwelt und damit den Lebensraum unzähliger Meerestiere dauerhaft verwüsten. Um dem entgegenzuwirken, fordern Umweltverbände schon seit langem weniger schädigende Fischereimethoden wie pelagische Schleppnetze, die ohne Bodenberührung auskommen sowie den Einsatz von Rundhaken bei Langleinen, an denen sich Schildkröten nicht verbeißen können und eine effektive Kontrolle der Fischerei. Noch besser wäre die Rückkehr zum Angeln per Hand.
Bei der bayerischen Feinkostmarke Fontaine wird traditioneller Angelfang ganz groß geschrieben. Die meisten Fontaine Thunfischkonserven enthalten handgeangelten Fisch. Der Helle Thunfisch von Fontaine wird sowohl in eigenem Saft, in Bio-Sonnenblumenöl wie auch in Bio-Olivenöl angeboten. Heller Thunfisch passt wunderbar zu Salaten, auf Pizza oder Brot. Genau genommen gehört der Echte Bonito gar nicht zu den Thunfischen, sondern ist ihr nächster Verwandter. Er wird daher auch „nur“ etwas schwerer als 20 Kilo. Da er schnell wächst und sich vergleichsweise früh vermehrt, gelten seine Bestände als relativ ungefährdet. Das Fontaine Thunfischfilet Echter Bonito enthält ebenfalls handgeangelten Thunfisch. Es ist in eigenem Saft, in Bio-Sonnenblumenöl, in Bio-Olivenöl und in Bio-Tomatencreme lieferbar. Die raffiniert gewürzten, gabelfertigen Thunfischsalate Asia und Texas überzeugen sowohl als Vorspeise wie auch als Zwischenmahlzeit. Bis auf den MSC-zertifizierten Weißen Thunfisch wurden alle Fontaine Thunfisch-Produkte von Friends oft the Sea für nachhaltige Fischerei zertifiziert.