Shoyeido Räucherstäbchen
In Kyoto schlägt noch das Herz des alten Japans. Von 794 bis 1868 befand sich hier der Sitz des kaiserlichen Hofes. Das machte Kyoto bzw. Heian-kyō, wie es damals hieß, 1.000 Jahre lang zur Hauptstadt Japans. Heute gilt die Stadt als das kulturelle und spirituelle Zentrum des Landes. Noch immer befinden sich 1.600 buddhistische Tempel und 400 Shintō-Stätten im Stadtgebiet. Das sorgt für einen faszinierenden Gegensatz aus Tradition und Moderne. Zwischen neuen Bürogebäuden kauern Schreine aus dem 16. Jahrhundert und vor westlichen Coffeeshops sitzen Bettelmönche mit breiten Strohhüten. Der alte Kaiserpalast bietet einen angenehm ruhigen Gegenpol zum geschäftigen Treiben in Kyotos lautstarken endlosen Passagen. Hinter den dicken Mauern seiner Parkanlage merkt man nichts vom hektischen Leben der Millionenstadt. Die Einheimischen sehen den Reiz ihrer Stadt sowieso nicht in den zahlreichen uralten Sehenswürdigkeiten, sondern in den versteckten Oasen der Ruhe. Es sind einzigartige Orte, die den Besucher mit dem stillen Zauber vergangener Epochen in ihren Bann ziehen. Die faszinierende Atmosphäre in den Tempeln und Shintō-Schreinen wird durch traditionelles Räucherwerk verstärkt.
Im ”Nihonshoki“, dem zweitältesten noch existierenden Geschichtsbuch Japans, wird berichtet, dass im Jahr 595 auf der Insel Awaji ein besonderes Stück Treibholz an Land gespült wurde. Als die Küstenbewohner Stücke davon ins Feuer warfen, verbreitete sich ein herrlicher Duft. Der Rest des Holzes wurde darum als Geschenk an den Hof von Kaiserin Suiko gebracht. Ihr Schwiegersohn Prinz Shōtoku war bereits mit den buddhistischen Ritualen des Räucherns vertraut. Er erkannte, dass es sich um ein Stück des Arganbaumes handelte. Denn die ersten buddhistischen Tempel in Japan importierten das wertvolle Duftholz bereits aus China und Korea für ein Ritual namens „sonaekō“. Für eine feierliche Atmosphäre wurde dabei eine Kombination aus Duftholz und anderen aromatischen Zutaten wie Kräutern verbrannt.
Im 14. Jahrhundert entdeckte sogar die Kriegerkaste das Räuchern für sich. Den Abend vor den Schlachten verbrachten die Samurai gewöhnlich mit Meditation und der Pflege ihrer Schwerter. Beim Meditieren sollte das Räucherwerk dabei helfen den Geist von Furcht und negativen Gedanken zu reinigen. Manche Krieger nutzten es aber auch, um ihren Helm zu beduften. Sie taten das, um selbst im Fall einer Enthauptung noch einen angenehmen Geruch zu verströmen. In der langen Friedensperiode von 1603 bis 1868 wurden die Samurai jedoch kaum noch zum Kämpfen gebraucht. Viele von ihnen widmeten sich deshalb dem Studium der japanischen Künste. Neben der Kampfkunst (budō) waren das u.a. die Teezeremonie (chadō) oder die Kalligrafie (shodō). Ein in Europa nahezu unbekannter Vertreter der traditionellen japanischen Künste ist Kōdō.
Kōdō lässt sich mit „Weg des Duftes“ übersetzen. Es geht dabei um spezielle zeremonielle Verhaltensregeln und die Wertschätzung von Düften und Räucherwerk. Traditionell wird dafür ein Stück glühende Räucherkohle in eine mit Asche gefüllte Schale gelegt. Über der Kohle wird ein Aschehäufchen für ein kleines hitzebeständiges Plättchen geformt, auf das mit Hilfe von zwei Stäbchen ein winziges Stück Aromaholz gelegt wird. Die Teilnehmer der Kōdō-Zeremonie führen die Duftschale nun der Reihe nach zur Nase. Genauso wie bei der Teezeremonie die Zubereitung und der Genuss des Tees bestimmten Ritualen folgt, gelten auch beim Kōdō spezielle Verhaltensregeln. Unter Anleitung eines Meisters dauert die gesamte Zeremonie ca. eine Stunde. Fortgeschrittene Teilnehmer geben die Duftschale nach sieben Atemzügen weiter. Dadurch soll verhindert werden, dass die Nase „taub“ wird und der Duft nicht mehr angemessen wahrgenommen wird. Weniger aufwendig als die Kōdō-Zeremonie ist „Soradaki“. So nennen die Japaner das Räuchern daheim ohne besonderen rituellen Aufwand. Die einfachste Methode um ein positives Raumklima mit duftendem Rauch zu schaffen, sind jedoch Raucherstäbchen. Diese glimmen in Japan häufig vor dem Hausaltar, neben dem Meditationskissen oder in einer schönen Halterung auf dem Schreibtisch.
Anders als z.B. in Indien werden Räucherstäbchen in Japan seit Jahrhunderten ohne Holzspan im Inneren hergestellt. Das Räucherwerk des japanischen Familienunternehmens Shoyeido wird seit über 300 Jahren in Kyoto hergestellt und ist heute auf der ganzen Welt berühmt. Die Räucherstäbchen Kin-kaku wurden vom legendären Kinkaku, dem goldenen Pavillion in Kyoto inspiriert und enthalten u.a. Sandelholz, Patchouli und Zimt. Die Rezeptur der Räucherstäbchen Gozan wird von Nelken und Sandelholz bestimmt. Diese Variante eignet sich gut zur Schaffung einer positiven Atmosphäre am Schreibtisch. Shoyeido Räucherstäbchen Nokiba Moosgarten mit einer Mischung aus Sandelholz, Patchouli und Benzoin erinnern an blühende Pflaumenbäume und ruhige Nachmittage in der Frühlingssonne. In Japan sind die blühenden Zakura Kirschblüten ein Symbol für den Frühling. Shoyeido Räucherstäbchen Kyo-zakura Kyoto Kirschblüten wecken Frühlingsgefühle mit einer kunstvollen Mischung aus Rhabarber, Gewürznelken, Zimt und anderen Kräutern. Das Unternehmen Shoyeido zählt zu den ältesten japanischen Herstellern von Räucherstäbchen. Erleben Sie die angenehmen Düfte und die positive Energie von exquisiten Mischungen erlesener natürlicher Inhaltsstoffe. Shoyeido entführt Sie in die Welt traditionell-japanischer Düfte.