Sonett Mistelform
Stumm und geheimnisvoll sitzt sie in blätterlosen Baumkronen und zieht die Blicke magisch an. Im schwachen Licht der Dämmerung wirkt ihre Silhouette besonders unwirklich. Kein Wunder, dass ihr seit Jahrtausenden übernatürliche Kräfte nachgesagt werden. Tatsächlich ranken sich unendlich viele Mythen und Legenden um die Mistel. Sie ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Die immergrüne Pflanze blüht nicht im Frühling, sondern im Winter. Je nach Art trägt sie entweder weiße, rote oder gelbe Beerenfrüchte. Von Insekten bleibt die Mistel weitgehend verschont und auch Frost macht ihr nicht viel aus. Statt aus dem Boden wächst sie meist hoch oben in den Bäumen. Verantwortlich dafür sind kleine Singvögel wie z.B. die Misteldrossel, die sich von den klebrigen Mistelbeeren ernähren. Durch Ausscheidung gelangen die darin enthaltenen Samen auf die Baumrinde weiterer Bäume. Wenn es feucht genug ist, bildet sich ein kleiner Keimling, dessen Saugfortsatz in die Baumrinde eindringt. Die Mistel ist ein sogenannter „Halbschmarotzer“. Durch ihren Saugfortsatz entzieht sie ihrem Wirt (dem Baum) Wasser und Nährsalze. Sie ist jedoch auch zur Fotosynthese fähig: Ihre Blätter wandeln also Kohlendioxid, Licht und Wasser in Glucose und Sauerstoff um. Die Mistel lebt in der Regel so lange wie ihr Wirt – manche Exemplare werden mehrere hundert Jahre alt.
Im Volksmund hatte die Mistel unzählige Namen: Bocksbutter, Donarbesen, Druidenfuß oder Hexenkraut sind nur einige davon. Über die Tür gehängt sollte sie im Mittelalter Hexen und böse Geister abwehren. Sie war aber auch als Glücksbringer und Heilpflanze begehrt. Weil sie zwischen Himmel und Erde wuchs, sahen Griechen, Kelten und Germanen in ihr ein Zeichen der Götter. Der griechischen Sagenwelt nach, ermöglichte ein magischer Mistelzweig Äneas, dem Stammvater der Römer, nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja seine Rückkehr aus der Unterwelt. Und in der nordischen Mythologie konnte der unverwundbare Gott Balder nur von einem Mistelpfeil ermordet werden. Das höchste Ansehen genoss die Mistel jedoch bei den Kelten. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere (23–79 n. Chr.) berichtet, dass den keltischen Stämmen Galliens die Mistel heilig war. Ihm zufolge wurde sie von den Galliern „die alles Heilende“ genannt. Exemplare, die auf Wintereichen wuchsen, galten als besonders magisch. Deswegen war das Schneiden von Mistelzweigen ausschließlich den Druiden vorbehalten. Gehüllt in ein weißes Gewand stiegen diese auf Bäume, um mit einer goldenen Sichel die kostbaren Mistelzweige abzuschneiden. Weil die Misteln den Boden nicht berühren durften, wurden sie mit einem weißen Leinentuch aufgefangen. Über den Naturglauben und die Rituale der Druiden ist nur wenig überliefert. Das heutige Wissen wurde größtenteils von den Römern dokumentiert. Ihnen zufolge spielte die Mistel jedoch sowohl im Opferkult als auch in der Heilkunde der Druiden eine zentrale Rolle.
Seit der Antike steht die Mistel auch als Heilpflanze hoch im Ansehen. Hippokrates, Hildegard von Bingen, Paracelsus und Sebastian Kneipp waren von ihrer Wirksamkeit überzeugt. Auch Sonett setzt mit der Serie Mistelform auf die besonderen Eigenschaften der Mistel. Grundlage dieser Körperpflegeserie ist ein spezielles Verfahren, bei dem Sommer- und Wintermistel, das heißt Blatt und Beere, in eine rhythmische Schwingung gebracht und zusammengeführt werden. Nach anthroposophischem Verständnis verbinden sich darin Gegensätze (z. B. Sommer/Wachstum vs. Winter/Ruhe). Aus diesen Gegensätzen kann eine „Balance“ entstehen, die als Anregung für das innere Gleichgewicht verstanden wird. Um dies zu ermöglichen, werden Sommer- und Wintermistel nicht einfach gemischt. Stattdessen durchlaufen die beiden Mistelarten den Fluidischen Oszillator, ein technisches Gerät, das Flüssigkeiten in kontrollierte Wirbelbewegungen versetzt. So entsteht eine gemeinsame Substanz, die mehr ist als die Summe der beiden Einzelteile.
Durch die Bearbeitung im Fluidischen Oszillator entsteht eine neue Form von Substanzqualität, die als Anregung verstanden wird, Gegensätze zusammenzuführen und Ausgleich zu finden. Verarbeitet in Massageölen und Körperlotionen kann die „neue Mistel“ so zur Harmonisierung beitragen und zur Selbstaktivierung anregen. Die Massage- und Pflegeöle sowie die Lotionen von Sonett Mistelform kombinieren die Kraft der Mistel mit den pflegenden Eigenschaften biologischer Pflanzenöle – für ein angenehmes Hautgefühl, begleitet vom natürlichen Duft ätherischer Öle. Gönnen Sie Ihrer Haut wohltuende Pflege mit dem harmonischen Charakter der Mistel.