Zurück zum Anfang
Zurück zum Anfang
Zurück zum Anfang

Primavera Pflanzenwasser

:

Vor etwa tausend Jahren erlebte der Orient eine beispiellose Blütezeit. Damaskus, Bagdad oder Aleppo wurden zu Zentren von Handel, Medizin, Wissenschaft, Philosophie und Musik. Besonders in der Mathematik und der Heilkunst gab es gewaltige Fortschritte. Die muslimischen Mathematiker des 10. Jahrhunderts gelten als die Begründer der heutigen Algebra. Die Medizin der arabisch-islamischen Hochkultur zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert war dem Abendland um Jahrhunderte voraus. Krankenhäuser wurden bereits nach Fachrichtungen geteilt, die Behandlung erfolgte individuell nach dem körperlichen und geistigen Befinden der Patienten und das enorme Heilpflanzenwissen ermöglichte bereits eine Frühform der Narkose. Diese Epoche von Fortschritt und Wohlstand wurde auch von ganz besonderen Düften begleitet. Neben Weihrauch sorgten vor allem kostbare ätherische Öle für den märchenhaften Duft des Morgenlandes. Wohlriechende Öle aus Myrrhe, Zimtrinde oder Rosenblüten verströmten ihr Aroma in Palästen und den Anwesen reicher Händler. Reisende aus dem Westen schwärmten in ihren Berichten vom überwältigenden Duft Arabiens.

Wohlriechende Pflanzen waren bereits im frühen Altertum sehr begehrt. Aber erst durch die Destillation wurde es möglich, ihre wertvollen Essenzen zu gewinnen. Die Grundlagen dafür waren bereits im antiken Griechenland bekannt. Dem Philosophen Alexandros von Phrodisias zufolge hatten griechische Seefahrer einen Weg gefunden, auf hoher See Trinkwasser zu gewinnen. Dazu kochten sie Meerwasser in einem Tiegel. Der aufsteigende Wasserdampf wurde mit einem Schwamm aufgefangen. Drückte man den Schwamm über einem Becher aus, füllte sich dieser mit Süßwasser. Man konnte also durch das Verdampfen verschiedene Stoffe voneinander trennen – in diesem Fall Wasser und Salz. Bis zum Destillieren der begehrten Pflanzenöle sollten jedoch noch etliche Jahrhunderte vergehen.

Im 10. Jahrhundert verfasste der persische Arzt und Universalgelehrte Ibn Sina sein monumentales Werk al-Qanun, den „Kanon der Medizin“. Neben Medizintheorie enthielt es 760 Medikamente sowie detaillierte Angaben zu deren Anwendung. Dem größten Arzt des Morgenlandes wird auch die Entwicklung des Destillationsverfahrens für ätherische Öle zugeschrieben. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass er diesen Prozess eher perfektionierte als erfand. Archäologen fanden Destillierapparate aus weit zurückliegenden Jahrhunderten. Im frühen Mittelalter waren die arabischen Glasbläser auf der ganzen Welt für ihre Kunstfertigkeit bekannt. Mit hochwertigen Destilliergefäßen aus Glas und dem gesammelten Pflanzenwissen der Gelehrten konnten wertvolle ätherische Öle in konstanter Qualität hergestellt werden. Ein „Nebenprodukt“ der Destillation ist das Hydrolat (Pflanzenwasser).

Im Wesentlichen hat sich der Prozess des Destillierens seit dem 10. Jahrhundert kaum verändert: Wasser und Pflanzen werden in ein Gefäß gefüllt und zum Sieden gebracht. Wenn der Dampf aufsteigt, löst er Öltröpfchen und wasserlösliche Wirkstoffe aus der Pflanze. Der Dampf wird in ein Rohr geleitet, kühlt dort ab und verflüssigt sich wieder. In einem Sammelbehälter wird das leichtere ätherische Öl nach der Kühlung vom Wasser getrennt. Dafür gibt es zwei Hähne: den oberen für das Öl und den unteren für das Pflanzenwasser. Im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts war das Pflanzenwasser beliebter als das Öl selbst. Seine kühlende Wirkung und der leichte Duft sollten Kranken Linderung verschaffen, dienten aber auch als erfrischendes Gesichtswasser. Daneben kam es oft in der Küche zum Einsatz. Rosenwasser wurde z.B. in Getränke gemischt oder gleich pur getrunken. Confiseure nutzten Rosenwasser zur Aromatisierung von Pralinen oder Marzipan.

Im Pflanzenwasser verbleiben wertvolle Inhaltsstoffe und Spuren des ätherischen Öls. Darum entwickeln sie ein ganz eigenes Duftprofil, das sich vom Duft des ätherischen Öls deutlich unterscheiden kann. Pflanzenwasser eignen sich wunderbar als Gesichts- und Rasierwasser, aber auch als erfrischende Bodysprays. Mit den praktischen Sprühflaschen von Primavera lässt sich diese sanfte Form der Aromatherapie ganz einfach anwenden. So ist das minzig duftende Pfefferminzwasser ein echter Frischekick für Körper, Geist und Seele. Es wirkt kühlend und klärend, sorgt für neuen Schwung und pflegt unreine Haut. Das krautig-liebliche Lavendelwasser wirkt beruhigend und ausgleichend bei Hautirritationen. Als Körperspray lindert es leichten Sonnenbrand. Das regenerierende Primavera Immortellenwasser wirkt entspannend und stärkend bei beanspruchter Haut. Das liebliche Rosenwasser bewahrt die natürliche Hautfeuchtigkeit, kann aber auch als zart-duftendes Körperspray oder pflegendes Haarwasser verwendet werden. Genießen Sie die sanft-wirksame Pflege, die sinnlichen Düfte und die angenehme Wirkung der Primavera Pflanzenwasser. Eine wahre Wohltat für Haut und Seele.

Nach oben scrollen